Studie Mittelstand pessimistisch wie nie zuvor

Die Mittelständler in Deutschland blicken einer Studie zufolge so pessimistisch in die Zukunft wie nie zuvor. Grund ist die tiefe weltweite Rezession. Die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen sind auf einem Rekordtief. Auch die Investitionsbereitschaft ist gesunken.

Das Geschäftsklima habe sich bei den kleinen und mittleren Unternehmen rasch und massiv verschlechtert, teilte die KfW Bankengruppe am Montag zu ihrem Mittelstandsmonitor mit.

Die Erwartungen seien am Jahresende mit weitem Abstand auf ein Rekordtief gefallen. Allerdings seien die international tätigen Großkonzerne insbesondere in der Industrie deutlich stärker von der Krise betroffen.

Die Investitionsbereitschaft der Firmen sei ebenfalls gesunken, teilte die KfW weiter mit. Hier sei der Rückgang aber vergleichsweise moderat. "Viele Firmen dürften bestrebt sein, die Produktionsanlagen nicht veralten zu lassen und knappes Fachpersonal auch in der Krise zu halten, um für den nächsten Aufschwung gerüstet zu sein."

Angesichts des Konjunktureinbruchs sei mit einer steigenden Zahl von Existenzgründungen zu rechnen, hieß es weiter. Insbesondere Arbeitslose dürften sich dabei für die Selbstständigkeit entscheiden.

Dabei dürfte die Mikrofinanzierung an Bedeutung gewinnen, sagte KfW-Chef Norbert Irsch: Weitaus den meisten Gründern reiche eine Finanzierung von maximal 25.000 Euro aus.

Die KfW arbeitet bei der Studie mit der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung Essen zusammen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.