Koalition Einigung bei Reform der Erbschaftsteuer

Die Spitzen der großen Koalition haben sich nach monatelangem Ringen auf eine Reform der Erbschaftsteuer verständigt. Wohneigentum soll komplett von der Erbschaftsteuer befreit werden, wenn der Ehepartner oder Kinder weiter in der Immobilie wohnen. Daneben gibt es weitere Freibeträge und Regelungen für Firmen - vor allem Familienunternehmen würden gestärkt.

Berlin - Weiterhin sollen die Erben von Firmen keine Erbschaftsteuer zahlen, wenn der Betrieb im Kern zehn Jahre weitergeführt wird und eine bestimmte Zahl an Arbeitsplätzen erhalten bleibt. Wenn die Substanz des Unternehmens nur sieben Jahre lang weitergeführt wird, werden 15 Prozent Steuer fällig. Das teilten die Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD am Donnerstag nach rund dreistündigen Beratungen in Berlin mit.

Das Aufkommen aus der Erbschaftsteuer von vier Milliarden Euro solle den Ländern erhalten bleiben, sagte SPD-Fraktionschef Peter Struck. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte: "Dies ist eine sehr gute Lösung und eine enorme Stärkung der Familienbetriebe." Der CSU-Landesgruppenvorsitzende Peter Ramsauer meinte: "Das lange Ringen hat sich gelohnt."

Union und SPD hatten seit fast zwei Jahren über die Reform gestritten. Das Bundesverfassungsgericht verlangt bis Jahresende eine Neuregelung. Bei Zustimmung auch des Bundestages und Bundesrates soll die Reform Anfang 2009 in Kraft treten.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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