Konjunktur Deutlich weniger Firmenpleiten

Dank der robusten Wirtschaftsentwicklung sind im ersten Halbjahr bislang deutlich weniger Firmen Pleite gegangen als noch im Vorjahr. Vor allem am Bau standen die Zeichen auf Entspannung. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen legte allerdings weiter zu.

Düsseldorf - Der kräftige Aufschwung in Deutschland wird die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2007 deutlich schrumpfen lassen. 14.100 Unternehmen und damit 2350 Firmen weniger als vor Jahresfrist würden in den ersten sechs Monaten in Konkurs gehen, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Dienstag in Düsseldorf mit. Dies entspreche einem Rückgang von 14,3 Prozent.

Vor allem in der Bauwirtschaft seien weniger Firmen in die Pleite geschlittert. Dort sei die Zahl der Insolvenzen um über ein Fünftel auf 2540 Firmen zurückgegangen. Für das Gesamtjahr rechnet Creditreform mit insgesamt bis zu 30.000 Firmenpleiten.

Deutlich stieg den Angaben zufolge aber die Zahl der Verbraucherinsolvenzen. 51.600 Betroffene registrierte Creditreform - 18,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006. Im Gesamtjahr dürfte die Zahl Creditreform zufolge sogar um rund 19 Prozent auf einen Rekordwert von 110.000 steigen.

Dabei stiegen die Verbraucherinsolvenzen im Osten ungleich stärker als im Westen: Dort sei die Rate um 34,9 Prozent geklettert. Für das Gesamtjahr geht die Auskunftei von bis zu 140.000 Privatinsolvenzen aus.

Am Montag hatte bereits der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erklärt, er rechne wegen des starken Wachstums damit, dass die Firmenpleiten 2007 auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren sinken werden. Von Januar bis März meldete das Statistische Bundesamt 7336 Firmenpleiten. Das waren fast 13 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Mehr lesen über