Auto-Zulieferer Massiver Stellenabbau in Deutschland

Der Autospiegelhersteller Schefenacker, der unter anderem BMW, DaimlerChrysler und Audi beliefert, will von den 1600 Stellen in Deutschland 580 Stellen abbauen. Das Werk Geislingen soll bis 2006 geschlossen und die Produktion ins Ausland verlagert werden.

Esslingen - Vom Stellenabbau bei Schefenacker betroffen seien die Werke in Geislingen (Kreis Göppingen), Schwaikheim (Rems-Murr-Kreis) und Oberrot (Kreis Schwäbisch Hall), berichteten IG Metall und Betriebsrat am Montag.

Schefenacker will aus Kostengründen sein Werk in Geislingen bis 2006 ganz schließen und die Produktion ins Ausland verlagern.

Das Unternehmen, das sich in Familienbesitz befindet, beschäftigt weltweit 6900 Menschen und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 930 Millionen Euro.

Einkauf bei Britax

Im ULO-Werk Geislingen von Schefenacker, in dem derzeit 370 Mitarbeiter beschäftigt sind, fielen bisher nach Bekanntwerden der Stilllegungspläne nach Angaben eines Betriebsrats fünf Schichten aus. Er kündigte an, dass es Pläne gebe, Überstunden abzulehnen. Die Belegschaft des Werkes Geislingen fordere unvoreingenommene Verhandlungen mit dem Vorstand. ULO ist nach WMF der zweitgrößte Betrieb in Geislingen.

Der Konzernwirtschaftsausschuss war am Freitag über die Pläne der Unternehmensleitung informiert worden. Der Betriebsrat sprach von einer "Kampfansage an die Belegschaft". Das Betriebsverfassungsgesetz werde umgangen.

Jürgen Groß-Bounin von IG Metall in Esslingen, die Beschäftigten in den deutschen Werken von Schefenacker sollten jetzt die Zeche für eine falsche Managemententscheidung zahlen. Schefenacker habe vor einigen Jahren vom englischen Britax-Konzern überteuert den Spiegelbereich gekauft.

Schefenacker beliefert mit Spiegeln und Heckleuchten unter anderem die Automobilbauer DaimlerChrysler, BMW und Audi.

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