Teams, Outlook und Co. Störungen bei Microsoft-Diensten behoben

Kurz nach schwachen Geschäftszahlen sorgt Microsoft erneut für Schlagzeilen: Probleme des Softwareriesen mit seiner Netzwerkinfrastruktur sorgen weltweit für Ausfälle bei Programmen wie "Teams" oder "Outlook". Inzwischen ist der Fehler behoben.
Gestört: Viele Nutzer hatten am Mittwoch Probleme mit Microsofts Software

Gestört: Viele Nutzer hatten am Mittwoch Probleme mit Microsofts Software

Foto: Jan-Philipp Strobel/ dpa

Der Softwarekonzern Microsoft hat am Mittwoch den weltweiten Ausfall in seinen Cloud-Diensten nach mehreren Stunden behoben. Der Konzern machte einen Fehler bei einer Änderung der Netzwerkkonfiguration als Ursache aus. Das fehlerhafte Update wurde dann wieder rückgängig gemacht, wie Microsoft auf seiner Systemstatus-Seite erläuterte. Danach funktionierten die Dienste am späten Vormittag wieder.

Gestört waren unter anderem die Bürokommunikationsplattform Teams und der E-Mail-Service Outlook – aber auch das Videospielnetzwerk rund um die XBox-Konsole. Durch den Fehler in der Konfiguration konnten Dienste nicht mit der Cloud-Infrastruktur und auch nicht untereinander kommunizieren. Allein die Chat- und Videokonferenzsoftware Teams wird weltweit von etwa 280 Millionen Menschen genutzt.

Fehler bei Änderungen der Netzwerkkonfiguration sorgten in der Vergangenheit immer wieder für großflächige Ausfälle. Der Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Infrastruktur für den Betrieb von Cloud-Diensten bei wenigen großen Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google konzentriert ist . So setzen auf Microsofts Cloud-Angeboten wie Azure nicht nur die hauseigenen Angebote des Konzerns auf, sondern es greifen auch viele Start-ups und große Unternehmen auf sie zurück.

Die Probleme kommen nur wenige Stunden, nachdem Microsoft schwache Geschäftsergebnisse für das jüngste Quartal veröffentlicht hat. Der Umsatz des Softwarekonzerns stieg den Angaben zufolge im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 um 2 Prozent auf 52,7 Milliarden Dollar. Das war das schwächste Wachstum seit mehr als sechs Jahren. Analysten hatten im Schnitt mit 52,94 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn fiel im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 16,4 Milliarden Dollar (15,1 Milliarden Euro).

cr, rei/dpa/Reuters

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