Softwareprobleme Mercedes ruft Hunderttausende Autos in den USA zurück

Mercedes hat ein Softwareproblem: In den USA muss der Stuttgarter Premium-Hersteller insgesamt rund 255.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordern. Die Zahl der Rückrufe in den vergangenen Monaten ist signifikant.
Ola Källenius, Chef der Mercedes Benz Group, muss in den vergangenen Monaten immer öfter Fahrzeuge des Konzerns in die Werkstätten zurückrufen

Ola Källenius, Chef der Mercedes Benz Group, muss in den vergangenen Monaten immer öfter Fahrzeuge des Konzerns in die Werkstätten zurückrufen

Foto: Ross D. Franklin/ AP

Der Autobauer Mercedes-Benz muss bei knapp 235.000 Pkw in den USA ein Software-Problem beheben. Betroffen sind nach Unternehmensangaben bestimmte Fahrzeuge vieler Klassen, etwa CLA, GLA, GLE, GLS, A sowie C der Baujahre 2017 bis 2022.

Hinzu kommen knapp 20.000 Vans und kleinere Transporter wie der Sprinter aus den Baujahren 2019 bis 2021. Das geht aus Unterlagen hervor, die am Freitag im Internet von der US-Verkehrsbehörde NHTSA veröffentlicht wurden.

Demnach könnte ein Fehler in der Sim-Karten-Software des Kommunikationsmoduls der Fahrzeuge Probleme beim Mobilfunk-Netzzugang verursachen und somit das Notrufsystem ausschalten. Das Problem soll mit einem Softwareupdate gelöst werden, das via Mobilverbindung oder bei einem Händler aufgespielt werden soll. Erst Mitte Mai hatte Mercedes in den USA gut 292.000 ältere Fahrzeuge wegen potenzieller Bremsprobleme in die Werkstätten zurückrufen müssen.

Die Rückrufe von Fahrzeugen mit dem Stern als Markenzeichen haben in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verzeichnete allein zwischen November und Anfang Januar dieses Jahres 16 Pkw-Rückrufe für den Stuttgarter Premiumhersteller, die sich insgesamt auf eine siebenstellige Zahl beliefen. Die Ursachen der Rückrufe sind dabei vielfältig. Mercedes habe ein ernstes Qualitätsproblem, werteten Kommentatoren die häufenden Rückrufe zuletzt .

rei/dpa