Milliarden-Abschreibung McDonald's verkauft Russland-Geschäft

Kein McMenü mehr auf dem Roten Platz: McDonald's verkauft wegen des Ukraine-Kriegs sein Geschäft in Russland. Der weltgrößte Burger-Brater rechnet mit einer Abschreibung in Milliardenhöhe. Die Filialen hatte die Fast-Food-Kette bereits im März geschlossen.
Die Filialen in Russland sind bereits seit März geschlossen: Jetzt sucht McDonald's einen neuen Eigner

Die Filialen in Russland sind bereits seit März geschlossen: Jetzt sucht McDonald's einen neuen Eigner

Foto: EVGENIA NOVOZHENINA / REUTERS

Nach der Schließung folgt der Rückzug: Als Konsequenz aus dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine verkauft McDonald's sein vor mehr als 30 Jahren gegründetes Geschäft in Russland. Die durch den Ukraine-Krieg verursachte humanitäre Krise und das unvorhersehbare geschäftliche Umfeld sorgten dafür, dass ein Festhalten am Russland-Geschäft nicht länger tragbar sei, teilte der weltgrößte Burger-Brater am Montag in Chicago mit.

Der Konzern hatte bereits am 8. März angekündigt, seine 847 Restaurants in Russland vorübergehend zu schließen, nun sucht er einen neuen Eigner für diese. Die Markensymbole soll der neue Besitzer der Restaurants nicht weiter nutzen können.

Die 62.000 Mitarbeiter in dem Land sollen bis zum Abschluss der Transaktion weiter bezahlt und dann vom neuen Eigner beschäftigt werden, hieß es weiter. Der US-Riese stellt sich im Zuge der Verkaufs auf eine Abschreibung in Höhe von rund 1,2 bis 1,4 Milliarden Dollar ein.

In Sowjetunion Symbol des US-Kapitalismus

McDonald's galt in der ehemaligen Sowjetunion einst als Symbol des US-Kapitalismus und öffnete bereits 1990 eine erste Filiale in dem Ostblock-Land. Mehr als 5000 Menschen kamen damals zur Burger-Premiere. Zahlreiche westliche Konzerne haben sich nach dem Angriff auf die Ukraine und den folgenden Sanktionen des Westens aus Russland zurückgezogen.

dri/dpa, Reuters
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