Wiedereröffnungen McDonald's kehrt in die Ukraine zurück

Vielen gilt diese Entscheidung als ein wichtiges Signal für die Wirtschaft: Der amerikanische Fast-Food-Konzern McDonald's kehrt in die Ukraine zurück und plant dort die Wiedereröffnung einiger Filialen.
"Stufenplan zur Wiederaufnahme der Arbeit": McDonald's-Filiale in Kiew

"Stufenplan zur Wiederaufnahme der Arbeit": McDonald's-Filiale in Kiew

Foto: Valentyn Ogirenko / REUTERS

Ungeachtet des weiterhin andauernden russischen Angriffskriegs will die US-amerikanische Fast-Food-Kette McDonald's einen Teil ihrer Restaurants in der Ukraine wieder öffnen. "Nach langen Beratungen und Gesprächen haben wir einen Stufenplan zur Wiederaufnahme der Arbeit einiger Restaurants in Kiew und der westlichen Ukraine", heißt es in einer am Donnerstag auf Facebook veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens.

In den kommenden Monaten werde daran gearbeitet, die Lieferketten wiederherzustellen und die zu Kriegsbeginn am 24. Februar geschlossenen Restaurants wieder für eine Öffnung vorzubereiten. Einen genauen Öffnungstermin nannte McDonald's allerdings noch nicht.

Die politische Führung in Kiew reagierte prompt auf diese Nachricht. Der Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak (50), veröffentlichte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Pommes- und Hamburger-Emojis – zusammen mit einer ukrainischen Flagge. Außenminister Dmytro Kuleba (41) bezeichnete den Wiedereröffnungsplan als eine "politische Entscheidung".

Millionen Ukrainer hätten sich nach den Big Macs gesehnt, schrieb er auf Facebook. Darüber sei es ein wichtiges Signal an die internationale Wirtschaft, fügte Kuleba hinzu: "Das sind Arbeitsplätze und Steuern für den ukrainischen Haushalt, das Überleben unserer Wirtschaft in Zeiten der russischen Aggression."

In Russland hat ein sibirischer Unternehmer sämtliche Filialen von McDonald's übernommen

Russland hat die Ukraine Ende Februar angegriffen. Viele internationale Unternehmen hatten das osteuropäische Land bereits im Vorfeld verlassen. Im benachbarten Russland hat McDonald's sein Geschäft komplett aufgegeben. Alle über 800 Filialen wurden dort von dem russischen Geschäftsmann Alexander Govor (62) übernommen und unter dem Namen "Lecker und Punkt" neu eröffnet. Der sibirische Milliardär wurde so mit einem Schlag zum größten Restaurant-Unternehmer des Landes. Der russische Anteil am Gesamtumsatz des McDonald's-Konzerns war bis zum Beginn des Kriegs auf knapp 10 Prozent gewachsen.

hr/dpa
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