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Mann, oh Mann

Mannesmann: Die schnellste Demontage eines Konzerns
aus manager magazin 9/2001

Mannesmann war einst eine feine deutsche Adresse. Die Düsseldorfer lieferten Röhren in alle Welt. Aber irgendwann war es kein lukratives Geschäft mehr. "Raus aus der Röhre", forderte deshalb mm in der Titelstory von Heft 9/1986. Der neue Chef Werner Dieter hielt sich daran und diversifizierte radikaler als seine Vorgänger Overbeck und Weisweiler. Dieters Meisterleistung: Erwerb der D2-Lizenz 1989. "Mit dem Einstieg in den Mobilfunk eröffnen sich jetzt ganz neue Perspektiven", orakelte mm (2/1990). Wie wahr: Der Telekom-Bereich wurde zur dominierenden Sparte und bald ein lukratives Kaufobjekt. Vodafone schlug schließlich zu, der Mannesmann- Rest ging an Bosch und Siemens.

Mann, oh Mann: Noch nie wurde ein Mischkonzern so schnell zerschlagen und verkauft. Was bleibt - außer atemlosem Staunen? Nur noch eine Adresse: Mannesmannufer.

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