Macau Legend Chef von Casino-Betreiber festgenommen, Aktie stürzt ab

Seit dem vergangenen Jahr geht die chinesische Regierung verschärft gegen illegale Kapitalabflüsse vor. Nun wurde der Chef eines großen Casino-Betreibers in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau verhaftet.
Größtes Glücksspielzentrum der Welt: Macau ist beliebt bei Spielern – und reichen Chinesen

Größtes Glücksspielzentrum der Welt: Macau ist beliebt bei Spielern – und reichen Chinesen

Foto: MIKE CLARKE/ AFP

Der Aktienkurs des Casino-Betreibers Macau Legend ist am Montag vorübergehend um fast 30 Prozent eingebrochen. Zuletzt konnte sich der Kurs wieder etwas erholen, lag aber immer noch ein Fünftel unter dem Niveau des Freitagshandels.

Am Sonntag hatte das Unternehmen in einer Stellungnahme an die Hongkonger Börse die Verhaftung seines Vorstandschefs Chan Weng Lin bekannt gegeben. Laut Medienberichten wird Chan die Organisation von illegalem Glücksspiel vorgeworfen. Macau galt vor der Pandemie als das größte Glücksspielzentrum der Welt, noch vor Las Vegas.

Doch nicht nur die ausbleibenden Besucher aufgrund der Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau wirtschaftlich zugesetzt. Seit letztem Jahr geht die Zentralregierung in Peking zudem verstärkt gegen illegale Kapitalabflüsse aus dem Festland vor. Es ist ein offenes Geheimnis, dass reiche Chinesen in Macau legale Casinos als Schlupfloch missbraucht haben, um ihre Gelder illegal aus dem Land zu schaffen.

Bereits im November hatten die Behörden den Vorstandsvorsitzenden der Suncity Group verhaftet, einem weiteren Glücksspielkonzern in Macau.

mg/dpa-afx