Offenbar technischer Defekt Luftraum über der Schweiz wieder offen

In der Schweiz haben die Flughäfen nach einer sicherheitsbedingten Sperre des Luftraums in den Morgenstunden den Betrieb wieder aufgenommen. Viele Flüge mussten umgeleitet oder abgesagt werden.
Stundenlang ging nichts mehr: Starts und Landungen auch am Flughafen Zürich waren am Mittwochmorgen komplett ausgesetzt

Stundenlang ging nichts mehr: Starts und Landungen auch am Flughafen Zürich waren am Mittwochmorgen komplett ausgesetzt

Foto: Ennio Leanza / dpa

Nach einer beispiellosen Panne bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide ist der gesamte Flugraum über der Schweiz am Mittwochmorgen über Stunden gesperrt gewesen. Um 08.30 war das Problem gelöst, teilte Skyguide am Vormittag mit. Überflüge sowie Starts und Landungen an den Schweizer Flughäfen seien wieder möglich. Ursache war nach Angaben des Skyguide-Sprechers ein Hardwareproblem im IT-Netzwerk. Einen Cyberangriff schloss das Unternehmen aus.

"Skyguide bedauert diesen Vorfall und seine Folgen für ihre Kunden und Partner sowie die Passagiere an den beiden Landesflughäfen", teilte das Unternehmen mit. "Skyguide setzt alles daran, die Flüge effizient abzuwickeln, um Verspätungen so gering wie möglich zu halten."

Verspätungen und gestrichene Flüge

Der Flughafen Zürich hat nach eigenen Angaben den Flugbetrieb mit reduzierter Kapazität wieder aufgenommen und empfahl Passagieren, sich bei Fluggesellschaften über ihre Flüge zu informieren. Der Genfer Flughafen Airport teilte auf Twitter mit, dass der Betrieb wieder hochgefahren werde und dass mehrere Flüge gestrichen wurden. An deutschen Flughäfen etwa in Berlin und Frankfurt wurden vereinzelt Flüge in die Schweiz oder aus der Schweiz gestrichen oder verschoben. Die europäische Luftfahrtbehörde Eurocontrol warnte Airlines in einer Mitteilung vor "großen Verspätungen".

Während der mehr als zweistündigen Panne mussten zahlreiche Flüge nach Zürich und Genf in Nachbarländer umgeleitet werden. Bei der Lufthansa-Tochter Swiss waren das unter anderem Flughäfen wie Lyon in Frankreich, Mailand in Italien und Wien in Österreich, wie das Unternehmen mitteilte. Dutzende Starts wurden abgesagt. Wie viele Maschinen durch die Panne umgeleitet wurden oder nicht starten konnten, konnte Skyguide zunächst nicht beziffern.

Es dürften auf jeden Fall Tausende Passagiere betroffen gewesen sein. Viele landeten durch die Umleitung der Maschinen auf Flughäfen, die teils hunderte Kilometer von ihrem Zielort entfernt waren. Andere warteten am Flughafen auf Abflüge mit Maschinen, die nun am falschen Flughafen standen.

rei/dpa-afx/Reuters
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