Milliardenwert angestrebt Laufschuh-Start-up On will Roger Federer mit Börsengang beglücken

Tennisstar Roger Federer ist 2019 groß beim Schweizer Laufschuhhersteller On eingestiegen. Das dürfte sich bald auszahlen: Beim bevorstehenden Börsengang will On auf eine Bewertung von sechs Milliarden Dollar kommen.
Prominenter Geldgeber: Tennisstar Roger Federer hat in On investiert

Prominenter Geldgeber: Tennisstar Roger Federer hat in On investiert

Foto: EUGENE HOSHIKO/ AP

Joggen hat in den vergangenen Jahren einen kräftigen Boom erfahren, die Schließungen von Fitnessstudios in der Corona-Pandemie haben dem Laufsport nochmals Schub gegeben. Von diesem günstigen Umfeld will das Schweizer Laufschuh-Start-up On nun auch finanziell profitieren – und plant seinen Börsengang. Unterlagen, die das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat,  zeigen, dass die On Holding AG eine Bewertung von mehr als sechs Milliarden Dollar anstrebt.

Ein prominenter Profiteur des Börsengangs dürfte Tennisstar Roger Federer (40) werden, der im November 2019 mit einer nicht näher bezifferten Summe bei der On Holding eingestiegen ist. Die Schweizer "Handelszeitung" schrieb von einem Betrag von 50 bis 100 Millionen Franken. Vor einigen Monaten gab Federer bekannt, gemeinsam mit On einen Tennisschuh mit dem Namen "Roger Pro" zu entwickeln.

On wurde im Jahr 2010 von den Lauf-Enthusiasten Olivier Bernhard, David Allemann und Caspar Coppetti gegründet. Ihre Marke hat sich in der Laufszene binnen kurzer Zeit als Alternative zu den großen Herstellern Nike, Adidas und Asics etablieren können. Derzeit sind On-Laufschuhe in mehr als 6500 Fachgeschäften in gut 50 Ländern erhältlich, heißt es auf der Firmenwebsite .

Die Unterlagen zum Börsengang zeigen, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen ist. 2019 betrug der Umsatz 267,1 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 245 Millionen Euro), 2020 lag er bei 425,3 Millionen Schweizer Franken. Im ersten Halbjahr 2021 wurden den Unterlagen zufolge 315,5 Millionen Schweizer Franken (Vorjahreszeitraum: 170,9 Millionen) umgesetzt. Der Nettogewinn im ersten Halbjahr 2021 lag bei 3,8 Millionen Schweizer Franken (Vorjahreszeitraum: rund 33,1 Millionen Schweizer Franken Verlust).

Größter Markt ist Nordamerika

On möchte bei dem Börsengang 622 Millionen Dollar einnehmen, heißt es in den Unterlagen. Nordamerika ist aktuell der größte Markt für On, rund 49 Prozent des aktuellen Umsatzes stammen von dort. Knapp dahinter folgt Europa. Als Konsortialbanken beim On-Börsengang fungieren die Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und J.P. Morgan.

Reuters hatte bereits im April berichtet, dass der Laufschuh-Hersteller bei seinem Börsendebüt im Herbst eine Bewertung zwischen vier und sechs Milliarden Dollar anstrebt. Die aktuellen Anteilseigner bieten 5,66 Millionen Aktien in dem Börsengang an. Das Unternehmen selbst, heißt es in einem Bericht von Reuters, wird selbst keine Einkünfte aus dem Verkauf dieser Aktien erhalten.

wed