Logistikkonzern Führungswechsel bei Kühne + Nagel

Stefan Paul wird neuer Chef des Schweizer Logistikkonzerns Kühne + Nagel. Der bisherige CEO Detlef Trefzger legt sein Amt aus persönlichen Gründen nieder.
Aufstieg: Der Deutsche Stefan Paul, seit 2013 im Vorstand von Kühne + Nagel, wird ab 2022 den Chefsessel übernehmen

Aufstieg: Der Deutsche Stefan Paul, seit 2013 im Vorstand von Kühne + Nagel, wird ab 2022 den Chefsessel übernehmen

An der Spitze des Schweizer Logistikkonzerns kommt es zu einem Wechsel. Zum 1. August 2022 werde Stefan Paul (52) den Chefposten von Kühne + Nagel übernehmen, wie der Verwaltungsrat in Schindellegi mitteilte. Der Deutsche soll den langjährigen Firmenchef Detlef Trefzger ablösen, der aus "verständlichen, persönlichen Gründen" zurücktritt.

Paul begann seine Karriere im Jahr 1990 bei Kühne + Nagel. Zwischen 1997 und 2013 war er als Führungsperson für verschiedene Logistikunternehmen in Deutschland und Großbritannien tätig. Dann kehrte er in die Schweiz zurück und leitet seit 2013 den Bereich Straßenlogistik und Vertrieb. "Mit der Berufung von Stefan Paul zum CEO werden die strategische Ausrichtung und spezifische Firmenkultur gesichert", teilte Verwaltungsratspräsident Jörg Wolle mit.

Trefzger leitet das Unternehmen seit August 2013. Nach Beendigung seiner neunjährigen Amtszeit soll er in den Verwaltungsrat gewählt werden.

Der Schweizer Logistikkonzern profitiert derzeit von dem weltweiten Handels- und Transportboom. So erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen weltweit rund 76.000 Mitarbeitern im dritten Quartal einen Umsatz von 8,6 Milliarden Franken (8,2 Milliarden Euro), ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis schnellte sogar um 117 Prozent auf 578 Millionen Franken in die Höhe.

Davon profitierte vor allem auch der Milliardär Klaus-Michael Kühne (84), mit einem Anteil von gut 53 Prozent Hauptaktionär von Kühne + Nagel. Kühne rangiert in der Liste der reichsten Deutschen  derzeit auf Platz 3, nach Berechnungen des manager magazins konnte er sein Vermögen binnen einem Jahr um 20 Milliarden Euro mehr als verdoppeln .

mg/Reuters
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