Neuer Großaktionär Milliardär Kühne liebäugelt mit einem Platz im Lufthansa-Aufsichtsrat

Mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent ist Milliardär Klaus-Michael Kühne zum zweitgrößten Aktionär der Lufthansa aufgestiegen. Damit rückt auch die Möglichkeit in den Raum, einen Vertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden.
Großaktionär: Milliardär Klaus-Michael Kühne hält mehr als 10 Prozent an der Lufthansa

Großaktionär: Milliardär Klaus-Michael Kühne hält mehr als 10 Prozent an der Lufthansa

Foto: DPA

Der neue Lufthansa-Großaktionär Klaus Michael-Kühne (84) würde einen Aufsichtsratsposten bei der Fluggesellschaft nicht ausschlagen. "Sollte der aktuelle Aufsichtsrat oder die Deutsche Lufthansa AG einen Sitz im Aufsichtsrat anbieten, würde die Kühne Aviation hierzu eine für diese Gremienverantwortung qualifizierte Persönlichkeit benennen", teilte Kühnes Vertrauter Karl Gernandt (61) im Namen des deutsch-schweizerischen Milliardärs am Mittwoch mit. Bisher habe man darüber aber nicht gesprochen. Kühne hatte im April mitgeteilt, er habe seine Beteiligung an der Lufthansa auf mehr als 10 Prozent aufgestockt.

Die Lufthansa sei "eine hervorragende Abrundung des bisherigen Beteiligungsportfolios, in der logistisches Know-how über diverse unabhängige Beteiligungen gebündelt ist", hatte er damals erklärt. In der Pflichtmitteilung erklärte die Kühne Aviation GmbH, in der die Anteile geparkt sind, sie wolle eine Aufstockung in den nächsten zwölf Monaten nicht ausschließen.

Kühne Aviation ist nach dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik (14,1 Prozent) der größte Anteilseigner des MDax-Konzerns. Der WSF muss nach der erfolgten Rückzahlung der staatlichen Direkthilfen durch das Unternehmen seine Anteile bis Oktober 2023 wieder abgeben.

Kühne strebe für die Lufthansa eine stabile Kapitalstruktur und eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik an. Dem Milliardär gehören die Mehrheit am Schweizer Logistikkonzern Kühne + Nagel sowie 30 Prozent an der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd.

cr/dpa-afx, Reuters
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