Dienstag, 16. Juli 2019

Karriere Was ein MBA bringt

Ein Master of Business Administration allein garantiert nicht gleich ein Managergehalt. Es kommt auch auf Berufspraxis, Branche und Erfahrung an.
Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn
Ein Master of Business Administration allein garantiert nicht gleich ein Managergehalt. Es kommt auch auf Berufspraxis, Branche und Erfahrung an.

Das Studium ist erfolgreich absolviert, im Job läuft es vielversprechend - aber: Irgendwie fehlt die Herausforderung. Wer eine Führungsposition anstrebt und seine Kompetenzen gezielt im Managementwesen ausbauen will, kann einen Master of Business Administration angehen.

Bei diesem speziellen Master handelt es sich um ein generalistisches Management-Studium. Es soll strategisch auf Führungsaufgaben vorbereiten. Die Studierenden lernen, wie Unternehmen von innen funktionieren, wie Teams am besten arbeiten und Aufgaben sinnvoll verteilt werden.

"Der MBA richtet sich vor allem an Nicht-Wirtschaftswissenschaftler, die sich für einen Managementjob fit machen und sich wirtschaftswissenschaftlich weiterbilden wollen", erklärt Detlev Kran, Weiterbildungsexperte und Autor des Buches "MBA-Guide".

Ein wichtiger Bestandteils des Studiums: Die Absolventen lernen voneinander. Im Idealfall haben sie nicht nur einen unterschiedlichen fachlichen Background, sondern kommen aus verschiedenen Branchen und Ländern, erzählt Kran. Ein weiterer Schwerpunkt sind Trends in der Wirtschaftsbranche.

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Der Master lässt sich in verschiedenen Varianten studieren. Am häufigsten läuft das berufsbegleitend, die Kurse finden an Wochenenden oder nach Feierabend statt. Dazu kommen Online-Kurse für zu Hause. Deshalb spielt der eigene Antrieb eine große Rolle.

Grundsätzlich ist vom MBA abzuraten, wenn man ihn nur für den Karrierekick macht und keine Begeisterung dafür mitbringt. Ein berufsbegleitendes Studium ist hart, das steht man nur mit hoher Eigenmotivation durch, erklärt Frank Ziegele vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Für das berufsbegleitende MBA-Studium sollten etwa zwei bis drei Jahre eingeplant werden. Alternativ lässt sich der MBA auch in Vollzeit studieren, dann dauert es etwa ein bis zwei Jahre bis zum Abschluss.

Ein Uni-Abschluss und Erfahrung im Job sind grundlegende Bedingung für die Programme. "Als Voraussetzung sehen die Richtlinien mindestens eine einjährige einschlägige Berufserfahrung vor", erklärt Kerstin Fink von der FIBAA, einer Akkreditierungsagentur, die für die Begutachtung von Studiengängen zuständig ist. Manche Hochschulen verlangen allerdings aber mindestens fünf Jahre in einem Unternehmen.

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