Mittwoch, 22. Mai 2019

Ruf doch mal an! Warum Sie im neuen Jahr öfter telefonieren sollten

4. Teil: Angstfaktor Schweigen - Alles halb so wild!

Stille kann lähmend sein. Aber Sie können sie auch als Chance nutzen.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Am Telefon zumindest gilt das nicht, denn wie soll sonst ein Gespräch zustande kommen? Neben der Sorge, selbst kein Wort herauszubekommen, fürchten sich aber viele Menschen vor dem Schweigen des Gegenübers. Zugegeben - es ist schon eine komische Situation, wenn am anderen Ende der Leitung plötzlich Stille herrscht. Denkt der Gesprächspartner nach, wartet er auf weitere Ausführungen oder ist er abgelenkt und hat gar nicht zugehört? Gerade wenn der visuelle Kontakt fehlt, ist Schweigen eine echte Herausforderung. Dabei besteht kein Grund, vom Schlimmsten auszugehen!

Sehen Sie es positiv: Wenn Ihr Gesprächspartner erst einmal abwartet, haben Sie auch eine kleine Denkpause, können sich die nächsten Worte zurechtlegen und das gerade Gehörte besser verarbeiten. Bitte widerstehen Sie auf jeden Fall dem Drang, die Stille mit eigenen Worten zu unterbrechen und unsicher drauflos zu plappern. Das wirkt nicht nur unprofessionell - unter Umständen fühlt sich Ihr Gesprächspartner auch auf den Schlips getreten, weil er gerade seine Gedanken sortiert hat und antworten wollte. Beweisen Sie lieber Mut zur Stille!

Gehören Sie zu den Menschen, die versuchen, ihre Nachricht am Telefon möglichst schnell loszuwerden? Selbst der aufmerksamste Gesprächspartner wird Ihnen irgendwann nicht mehr folgen können und vor der Infodusche kapitulieren. Hier können Ihnen kleine rhetorische Pausen dabei helfen, Ihren Redefluss zu zügeln. Sie geben Ihnen nicht nur Zeit zum Luftholen, sondern helfen auch dabei, Ihren Worten mehr Nachdruck zu verleihen. So bleiben Sie und Ihr Angebot nachhaltig in Erinnerung!

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