Dienstag, 18. Juni 2019

Acht Profi-Tipps für Bewerber So überzeugen Sie im Vorstellungsgespräch

2. Teil: Der Einstieg - Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck

imago images/Westend61

Seien Sie gewiss, dass Sie bereits mit Argusaugen beobachtet werden, sobald Sie das Unternehmen betreten, vielleicht sogar bereits, je nachdem wie Sie anreisen, auf dem Parkplatz. Begrüßen Sie daher die Rezeption freundlich, betreiben Sie Small Talk mit der Sie abholenden Assistenz und halten Sie für alle Ihnen entgegenkommenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein freundliches "Guten Tag!" bereit. Denn gute Rekrutierer werden nach dem Gespräch alle Ihnen begegneten Personen nach deren Eindruck fragen. Gerade die Tatsache, dass diese Personen unbedarft, unvoreingenommen und in die Sache nicht involviert sind, macht ihre Einschätzung so wertvoll.

Wenn Sie in den Besprechungsraum geleitet worden sind, nehmen Sie dankend etwas zu trinken an, setzen sich jedoch noch nicht hin, auch wenn die Assistenz es Ihnen angeboten hat. Denn so können Sie zum einen Ihren Gesprächspartnern bei deren Eintreten rasch entgegenkommen und ihnen zum anderen gleich zu Beginn im Wortsinne auf Augenhöhe begegnen.

Denken Sie daran, dass bereits zu Beginn des Gesprächs Smalltalk für beide Seiten sehr wichtig ist, sozusagen als Aufwärmübung. Gehen Sie darauf ein, nehmen Sie die angebotenen Themen Wetter, Hinfahrt, Verkehr, etc. auf und beenden Sie sie nicht von sich aus. Das ist Sache Ihrer Gastgeber.

Legen Sie die erhaltenen Visitenkarten - ja, das wird auch im digitalen Zeitalter immer noch gerne praktiziert - in der gleichen Anordnung vor sich auf den Tisch wie Ihre Gesprächspartner Ihnen gegenübersitzen. Prägen Sie sich so schnell wie möglich die Namen ein. Namen sind wichtig! Sollte Ihnen eine Aussprache unklar sein, fragen Sie den Namensträger unmittelbar: "Wie muss ich Ihren Nachnamen aussprechen?"

Idealerweise beginnt das Gespräch, indem sich zunächst Ihre Gesprächspartner vorstellen und dann das Unternehmen sowie die Position, um die es geht, detailreich erläutern. Hören Sie nicht nur aufmerksam zu, sondern signalisieren Sie auch non-verbal sowie gezielt verbal, dass Sie voll bei der Sache sind. "Gezielt verbal" bedeutet das Einsetzen von Bestätigungen, Bekräftigungen und Rückmeldungen an der richtigen Stelle, also dann, wenn Ihr Gegenüber eine kleine Pause zwischen den Sätzen lässt. Dann lassen Sie gerne schön variierend Signale wie "Hmm-hmm", "Aha", "Verstehe", "Interessant", "Spannend", "Einleuchtend", etc. hören.

Machen Sie sich in jedem Fall klar, dass Sie von Anfang an auf einer Bühne stehen…und ebenso wie ein Schauspieler permanent beobachtet werden.

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