Montag, 14. Oktober 2019

Schleswig-Holstein vor Bayern Deutschlands Bundesländer im Stress-Ranking


Seit 1997 hat sich die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Probleme verdreifacht - mit dieser beunruhigenden Zahl warf der "Psychoreport" der Krankenkasse DAK-Gesundheit jüngst ein Schlaglicht auf die seelische Gesundheit von Deutschlands Arbeitnehmern. Die Grafik von Statista beleuchtet eine einzelne Facette des Themas: Stress.

"Wenn Stress permanent und dauerhaft ist, kann sich beispielsweise eine Depression entwickeln", erklärt DAK-Expertin Sabine Winterstein in einem Interview mit manager-magazin.de den Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung und psychischer Verfassung. Ein gutes Beispiel dafür sei die Wirtschaftskrise 2008: "Damals wurden viele Stellen abgebaut, die Arbeit aber blieb und wurde auf weniger Schultern verteilt. Diese Arbeitsverdichtung ist ein wichtiger Stressfaktor."

Die Deutschlandkarte des Stresses, die Statista auf Grundlage einer Umfrage der Versicherung SwissLife erstellt hat, zeigt einerseits, dass die Unterschiede gar nicht so groß sind: Zwischen dem laut Umfrage entspanntesten Land Brandenburg und dem gestresstesten Land Schleswig-Holstein liegen nur zehn Prozentpunkte.

Direkte Erklärungen dafür liefert die Versicherung nicht - schließt allerdings einzelne Erklärungen aus: An der Bezahlung liege es beispielsweise nicht. Denn bei der Gehaltszufriedenheit erreicht Schleswig-Holstein mit 61 Prozent ebenfalls (gemeinsam mit Rheinland-Pfalz und Bayern) den höchsten Wert.

luk

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