Mittwoch, 20. November 2019

Methoden für Job und Alltag Wie Sie bessere Entscheidungen treffen

8. Teil: Die Consider-the-Best-Methode

Welches Smartphone ist das richtige für mich? Die Consider-the-Best-Methode kann ein Anfang sein, das herauszufinden

Das Gegenteil zur Consider-all-Facts-Methode und wegen ihrer Simplizität manchmal besser geeignet, ist die Consider-the-Best-Methode. Kurz und bündig: Hierbei wird der Fokus lediglich auf den wichtigsten Entscheidungsfaktor gelegt. Welcher das ist, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Bei Kaufentscheidungen wird häufig der Preis angeführt, was aber nicht immer die beste Wahl darstellt, wenn gleichzeitig die Qualität nicht stimmt.

Schon an diesem simplen Beispiel wird dann auch der Nachteil der Methode klar. Nehmen wir an, Sie wollen sich ein neues Smartphone kaufen. Welche Kriterien spielen dabei eine Rolle? Der Preis? Eine eventuelle Vertragsbindung? Da fängt es schon an komplex zu werden: Wie lange ist die Laufzeit? Wie gut ist das Netz? Vor allem in Ihrer Region? Oder gar auf Reisen? Und so weiter. Sie merken: Die Consider-the-Best-Methode kommt hier schnell an ihre Grenzen, geht sie doch von einer starken Vereinfachung der Realität aus. Oftmals wird so auch frühzeitig ein Faktor über alle anderen gestellt. Am Ende treffen wir unsere Entscheidung dann vielleicht auf einer vollkommen falschen Grundlage.

Gänzlich ignorieren sollte man diese Technik trotz der recht deutlichen Schwäche aber nicht. Sie eignet sich zum Beispiel gut für kleinere Alltagsentscheidungen oder dazu, sich bewusst zu machen, was bei einer Wahl die gewichtigste Rolle spielt.

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