Donnerstag, 14. November 2019

Methoden für Job und Alltag Wie Sie bessere Entscheidungen treffen

5. Teil: Die Entscheidungs-Mindmap

Entscheidungs-Mindmap: Mit farbigen Markierungen und Pro- und Contra-Beschriftungen wird das Ganze noch eingängiger
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Entscheidungs-Mindmap: Mit farbigen Markierungen und Pro- und Contra-Beschriftungen wird das Ganze noch eingängiger

Ein weiteres grafisches Hilfsmittel sind Mindmaps. Sie werden auch in der Schule, an der Universität und im Beruf eingesetzt, um komplexe Zusammenhänge eines Themas zu strukturieren und darzustellen. Die Entscheidungs-Mindmap greift dieses Prinzip auf und wendet es auf eine komplizierte Wahl an, wobei die Vorgehensweise beinahe identisch bleibt. Den Anfang bildet die Entscheidung, die getroffen werden soll. Diese wird zentral auf ein - falls nötig größeres - Blatt Papier geschrieben und mit einer Farbe gekennzeichnet.

Von dieser werden nun die Hauptäste des Baums eingezeichnet, wobei jeder eine Alternative darstellt, die an den entsprechenden Ast geschrieben wird. Jeder dieser Äste erhält anschließend weitere Verzweigungen. Diese werden - wie Sie vermutlich ahnen - als Pro und Contra beschriftet. Zum Schluss folgt die Bewertung der einzelnen Pfade und Äste und ihrer entsprechend positiven und negativen Argumente. Voilà - fertig ist die Entscheidungs-Mindmap.

Sie können zur Bewertung der einzelnen Äste zusätzlich Symbole oder Farben verwenden. Ebenso können Sie jene Äste dicker malen, die zu einer positiven Entscheidung führen. Letztlich geht es dabei aber nicht um Ästhetik, sondern vor allem um das Visualisieren und Verdeutlichen der Entscheidungsstrukturen.

Der größte Vorteil der Entscheidungs-Mindmap ist ihre Übersichtlichkeit bei komplexen Wahlen. Zugegeben, das Ergebnis hängt dann auch ein wenig vom künstlerischen Geschick des Zeichners ab. Wer aber nicht gerade zwei linke Hände hat, dürfte eine respektable Gedankenkarte erzielen, die schnell alle Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen aufzeigt. Was eine Mindmap allerdings nicht schafft, ist, die einzelnen Entscheidungsstränge zu gewichten. Sie können zwar durch die unterschiedliche Aststärke Ihre Bewertung noch einmal differenzieren. Doch entspricht das Ergebnis eher einer gefühlten Gewichtung als einer scharf abgegrenzten Unterscheidung, wie sie etwa bei Methoden mit einer Punktewertung vorherrscht.

Das macht die Mindmap zu einer Art vorgelagerter Entscheidungshilfe, um die daraus hervorgehenden siegreichen Optionen noch einmal einer genaueren Bewertung zu unterziehen. Zum Beispiel mithilfe der sogenannten Entscheidungsmatrix.

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