Freitag, 22. November 2019

Methoden für Job und Alltag Wie Sie bessere Entscheidungen treffen

3. Teil: Die Benjamin-Franklin-Liste

Schokolade toppt alles: Beispiel für eine (nicht ganz ernst gemeinte) Benjamin-Franklin-Liste
manager magazin online
Schokolade toppt alles: Beispiel für eine (nicht ganz ernst gemeinte) Benjamin-Franklin-Liste

Der Gründervater der USA, nach dem diese Technik benannt ist, machte sich bereits im 18. Jahrhundert seine Gedanken zu Wahlhemmungen und tüftelte an einem Weg, diese zu überwinden. Seine Lösung ist sichtbar durch die Pro-Contra-Liste inspiriert, widmet sich aber nicht der Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen, sondern vergleicht allein die Pro-Argumente verschiedener Alternativen.

Hierzu wird ein Blatt entsprechend der Anzahl an Alternativen in Spalten eingeteilt und diese mit den Vorteilen - und nur mit diesen - der jeweiligen Option gefüllt. Schnell entwickelt sich daraus ein umfangreiches Bild aller Pluspunkte. Diese werden anschließend benotet, um jedem Element in der Liste einen Wert zuzuweisen. Zuletzt werden die Noten der einzelnen Spalten addiert und durch die Zahl der Argumente geteilt. Und schon steht die Gesamtnote für die beste Alternative fest.

Franklins Ansatz zeichnet sich durch seine Einfachheit aus, allerdings gibt es ein großes Manko: Es werden keine Nachteile betrachtet. Dadurch besteht die Gefahr einer eindimensionalen, rosaroten Abbildung, bei der möglicherweise entscheidende Konsequenzen der Wahl keine Beachtung finden.

Die Benjamin-Franklin-Liste empfiehlt sich aus diesem Grund eher zur ersten Orientierung, um die Zahl der möglichen Optionen im Vorfeld zu verringern und so die folgende Entscheidung zu erleichtern.

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung