Freitag, 22. November 2019

Methoden für Job und Alltag Wie Sie bessere Entscheidungen treffen

14. Teil: Fazit: Wann eignet sich welche Entscheidungstechnik?

Hoch oder runter, Ja oder Nein: Sie müssen entscheiden. Am besten entscheiden Sie aber zuerst, wie Sie dabei vorgehen wollen.

Nun kennen Sie eine ganze Reihe von verschiedenen Techniken, Methoden und Kniffen, die alle auf die eine oder andere Art geeignet sind, eine Entscheidung zu treffen, diese zu festigen oder wenigstens die Alternativen einzugrenzen und so durch das Ausschlussverfahren zu einer Lösung zu kommen.

Der Haken daran: Sie kennen jetzt viele Alternativen und müssen sich - genau - mal wieder entscheiden. Was also tun? Teilen Sie Ihre Entscheidung zunächst in drei grundlegende Kategorien ein:

Kurz- oder langfristig? Einige Techniken sind auf Entscheidungen ausgelegt, die sich nachhaltig auf das Leben auswirken. Unter anderen Umständen sind diese jedoch nutzlos.

Viele oder wenige Informationen? Eine Vielzahl (aber nicht zu viele) an Informationen kann helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen - sie ist Basis einiger Entscheidungstechniken. Wer (zu) wenige Informationen besitzt, muss entweder noch etwas recherchieren oder wählt lieber eine andere Methode.

Rational oder emotional? Bei manchen Entscheidungen setzt der Verstand einfach aus, bei anderen dominiert er zu sehr. Es kann daher sinnvoll sein, die Methode so auszuwählen, dass unser jeweils unterlegenes Sensorium wieder mehr zu Wort kommt.

Anhand dieser drei Kriterien lässt sich jede Entscheidungssituation genau einordnen und mit einer passenden Technik kombinieren. So wäre beispielsweise die Wahl eines Studiengangs eine rationale Entscheidung vor einem langfristigen Horizont, für die es (mit ein wenig Aufwand) viele Informationen gibt. Anbieten würde sich dafür zum Beispiel ein Entscheidungsbaum oder eine Benjamin-Franklin-Liste, um die große Auswahl zu begrenzen und danach die Zeitreise-Methode, um die Auswahl zu validieren.

Aber keine Bange: Es gibt auch hierbei wieder kein "richtig" oder "falsch". Je mehr Sie damit experimentieren, desto eher werden Sie Ihre Lieblingsmethoden erkennen und immer sicherer anwenden.

Buchtipp

Dieser Text ist ein leicht gekürzter Auszug aus dem neuen Buch von Jochen Mai, dem Gründer und Herausgeber des Blogs Karrierebibel:

Jochen Mai
Warum ich losging, um Milch zu kaufen, und mit einem Fahrrad nach Hause kam

dtv, 320 Seiten, Oktober 2016, 14,76 Euro

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