Montag, 23. September 2019

Arbeiten zuhause Homeoffice - Freiheit oder Selbstausbeutung?

Im Café, zu Hause, unterwegs: Wer nicht an einen festen Arbeitsort gebunden ist, hat viel Auswahl
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Im Café, zu Hause, unterwegs: Wer nicht an einen festen Arbeitsort gebunden ist, hat viel Auswahl

Es klingt verlockend, arbeiten zu können, wo und wann man will - und das als Angestellte oder Angestellter. Aber es gibt auch kritische Stimmen zum Thema Home Office. Denn die Gefahr der Selbstausbeutung ist groß.

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Smartphone und Tablet - mehr Büro brauchen viele Arbeitnehmer für ihren Job heute nicht mehr. Zu Hause am Schreibtisch, auf der Couch oder im Café checken sie Mails, telefonieren mit Kunden oder arbeiten am neuen Projekt. Fast 40 Prozent der Unternehmen, vor allem größere Firmen, bieten ihren Beschäftigten inzwischen die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, wie eine Umfrage des Münchner ifo Instituts in Zusammenarbeit mit dem Personaldienstleister Randstad ergab.

Aber bringt das vor allem mehr Freiheiten für die Mitarbeiter und Vorteile für Unternehmen - oder überwiegen die Nachteile? Ein Faktencheck zu Argumenten für und gegen das Homeoffice:

1. Beruf und Familie lassen sich dank Homeoffice besser vereinbaren

Dafür spricht, dass die Beschäftigten den Arbeitsort wählen und sich ihre Zeit flexibler einteilen können und dass der Weg zum und vom Job entfällt. Erfahrene Heimarbeiter aber wissen: Wirklich gut lässt sich beides nicht immer unter einen Hut bringen. Ein kleines Kind zu Hause betreuen und nebenbei Telefon-Konferenzen mit dem Chef absolvieren kann ein ebenso schwieriger Spagat sein wie das Beantworten dienstlicher Mails auf dem eiligen Weg in die Kita. "Man ist im Zweifel im doppelten Stress", sagt Oliver Suchy, Leiter des Projektes "Arbeit der Zukunft" beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

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