London geißelt Ausreden So "erbärmlich" reden sich CEOs bei der Frauenquote raus

Britische Frau in Führungsposition (Symbolbild)

Britische Frau in Führungsposition (Symbolbild)

Foto: DPA

In Deutschland gibt es sie seit 2015, in Großbritannien müssen sich große Unternehmen bis 2020 mit einer Frauenquote für ihre Aufsichtsräte arrangieren. 33 Prozent der Board-Sitze sollen bei im FTSE 350 gelisteten Firmen bis dahin mit Frauen besetzt sein. Eine von der Regierung eingesetzte Kommission, die Hampton-Alexander Review, überprüft regelmäßig die Fortschritte - und hat nun eine "schockierende" Liste  veröffentlicht.

Zwar gebe es mittlerweile weit weniger Unternehmen mit rein männlich besetzten Boards als noch vor wenigen Jahren, hält das Team um GSK-Chairman Sir Philip Hampton fest; trotzdem "weigern sich viele noch immer, mit der Zeit zu gehen". Ihre "schlimmsten Erklärungen", weshalb Frauen keinen Platz im Board fänden, hat die Review nun veröffentlicht. Besonders pikant: Die anonymen Zitate stammen sämtlich von FTSE-350-Aufsichtsratsvorsitzenden und -CEOs.

Andrew Griffiths, im Londoner Wirtschaftsministerium zuständig für kleine und mittlere Unternehmen, Verbraucherfragen und gute Unternehmensführung, bezeichnete die Zitate in einer Mitteilung als "erbärmlich und herablassend": "Unsere erfolgreichsten Unternehmen sind solche, die für Vielfalt eintreten."

luk
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