Dienstag, 19. November 2019

Die besten und die schlimmsten Länder für Expats In diesen Ländern werden Sie arbeiten wollen - und in diesen eher nicht

Top Ten, Flop Ten: Die besten und die schlimmsten Länders fürs Arbeiten im Ausland
REUTERS

Ins Ausland gehen oder mal gegangen sein werden - das ist für viele Menschen ein erstrebenswerter Bestandteil des Lebenslaufs. Aber das Ausland ist groß. Wohin also? Das jährliche Ranking des Expatriate-Netzwerks InterNations, das zum Karriereportal Xing gehört, gibt zumindest einige Anhaltspunkte.

(Hier geht es zur Einzelwertung der zehn tollsten und der zehn schlimmsten Länder aus Sicht der Internations-Community.)

Für das Ranking haben mehr als 20.000 im Ausland lebende und arbeitende Personen aus 187 Ländern Informationen zu zahlreichen Aspekten ihres Lebens zur Verfügung gestellt. Dabei wurden 48 verschiedene Faktoren bewertet, die in 17 Kategorien einfließen. Deren Mittelwerte bilden die Grundlage für die Bewertung der einzelnen Länder in Bezug auf Lebensqualität, Eingewöhnung im Gastland, Familie, Arbeit, Finanzen und Lebenshaltungskosten. Aus den Resultaten dieser Rankings (mit der Ausnahme der Lebenshaltungskosten) wurde wiederum der Mittelwert gebildet, um das Gesamtergebnis für 64 aussagekräftig bewertete Zielländer rund um die Welt zu vergleichen.

"Unter den Top 10 finden sich interessanterweise nur wenige typische "Expat Hubs" - Singapur auf Platz 6 wäre ein klassisches Beispiel. Hier gibt die Hälfte aller Umfrageteilnehmer als Hauptgrund für den Umzug an, vom Arbeitgeber entsandt oder von einer Firma in Singapur abgeworben worden zu sein bzw. den (Ehe- )Partner ins Ausland begleitet zu haben", so InterNations-Gründer Malte Zeeck. "In anderen Top -10-Ländern dominiert hingegen oft eine bessere Lebensqualität als ausschlaggebende Motivation, vor allem in Ecuador, Spanien und Portugal."

In West- und Nordeuropa hat es kein Land in die Top Ten geschafft. Und: "Neben Italien und Griechenland ist Großbritannien ein weiteres europäisches Sorgenkind", so Zeeck. Das Land ist im Ranking auf den 58. Platz abgerutscht. Der drohende Brexit macht sich deutlich bemerkbar: 42 Prozent der Befragten halten Großbritannien für politisch instabil, und 28 Prozent beklagen sich über die mangelnde Freundlichkeit Expats gegenüber. Deutschland übrigens liegt auf Platz 33 von 64. Am besten bewertet ist hier der Aspekt Arbeiten, am schlechtesten bei der Eingewöhnung für Expats. Immerhin hat die Bundesrepublik im Vergleich zum Vorjahr schon mal wieder drei Plätze gut gemacht - vor fünf Jahren hatte sie allerdings schon einmal auf Platz 12 gelegen.

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