Montag, 22. Juli 2019

Comatch sammelt Millionen ein Frisches Geld für Personalvermittler de luxe

Weiter geht's: Die Comatch-Gründer Jan Schächtele und Christoph Hardt sowie ihr Co-Geschäftsführer Dirk Schuran.

Disruption und Digitalisierung sind die aktuellen Lieblingsthemen der Unternehmensberater. Ein guter Beleg, dass sie damit wirklich nicht so ganz falsch liegen können: Ihr Berufsstand erlebt beides gerade selbst.

Der Berater-Vermittler Comatch hat dafür frisches Geld bei seinen Investoren eingesammelt - unter anderem bei Acton Capital Partners, bei dem im Nebenberuf Burda-Chef (und Ex-McKinsey-Berater) Paul Bernhard Kallen, 61, die Regie führt.

Comatch vermittelt Berater, die keine Großorganisation wie McKinsey, Boston Consulting Group (BCG), Bain & Company oder Roland Berger hinter sich haben. Abnehmer sind Unternehmen, die keinen Bedarf an einem groß angelegten Projekt, sondern meist ein recht klar umrissenes Problem haben. Mehr als 4000 Berater haben die Comatch-Gründer Jan Schächtele und Christoph Hardt, selbst ehedem bei McKinsey, inzwischen unter Vermittlungsvertrag; 80 Beschäftigte werben weitere Berater an und sorgen für Kundschaft. Die Gründer halten zusammen rund 40 Prozent der Anteile. Acton mit rund 20 Prozent folgt dahinter.

Damit neben Deutschland jetzt auch Frankreich und Großbritannien verstärkt beackert werden können, haben Schächtele und Hardt weitere 8 Millionen Euro eingesammelt, außer bei Acton noch bei den übrigen Altinvestoren Atlantic Labs und b-t-v.

Von den 4 Millionen aus der Finanzierungsrunde 2016 ist auch noch 1 Million übrig. Man wolle, so Hardt gegenüber manager-magazin.de, "bis 2020 auch der führende Online-Marktplatz für freiberufliche Berater in Frankreich und UK werden. Wir vertrauen dabei auf unsere eigene Stärke, können uns aber punktuell vorstellen, anorganische Wachstumschancen wahrzunehmen." Übersetzt aus dem Berater-Deutsch: Zukäufe sind drin.

soc

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