Sonntag, 21. Juli 2019

C&A-Chef nach Herzinfarkt wieder auf der Bühne Wie Topmanager mit Schicksalsschlägen umgehen

Alain Caparros (Archivaufnahme, 2016)
imago/sepp spiegl
Alain Caparros (Archivaufnahme, 2016)

Für die Zuhörer muss es ein Schock gewesen sein. "Vor zehn Tagen lag ich noch mit einem schweren Infarkt im Krankenhaus", erzählt C&A-Chef Alain Caparros Ende vergangener Woche auf dem "Mode-Handelskongress" der "Textilwirtschaft" in Düsseldorf. Der ohnehin als freimütig bekannte CEO sei "noch offener und angriffslustiger als sonst" gewesen, schreibt das "Handelsblatt" über den Auftritt, die Grenzerfahrung habe den Franzosen über Grundsätzliches nachdenken lassen.

"Die meisten CEOs glauben, ein Teil der Lösung zu sein. Wir sind aber ein Teil des Problems", zitiert das "Handelsblatt" den Manager. Die Chefs der Modebranche seien allesamt "überfordert" und hätten den Angriff von Discountern wie Primark "verpennt". Ähnlich hart geht er mit Unternehmensberatern und ihren Kunden ins Gericht ("Therapiezentren für Manager, die keine Visionen haben"). Auch sich selbst nimmt Caparros aus seiner kritischen Bestandsaufnahme nicht heraus. Er selbst habe "viel Glück gehabt in meiner 35-jährigen Karriere. Meine Bilanz ist im Endeffekt so: Oh, lá, lá."

Caparros ist nicht der einzige Wirtschaftspromi, der in den vergangenen Jahren mit (gesundheitlichen) Schicksalsschlägen fertig werden musste. Krebs, Todesfälle, ein Attentat - die Betroffenen sind ganz unterschiedlich damit umgegangen. Eine Übersicht:

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