Sonntag, 25. August 2019

C&A-Chef nach Herzinfarkt wieder auf der Bühne Wie Topmanager mit Schicksalsschlägen umgehen

3. Teil: Der SAP-Chef: "Mein Unfall hat mein Leben besser gemacht"

Trägt seit seinem Unfall stets eine dunkle Brille: Bill McDermott (links, mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron)

"Er ist fast verblutet, war ohnmächtig, hat sich dann raus geschleppt auf die Straße" - so beschrieb SAP-Mitgründer Hasso Plattner in der "WirtschaftsWoche" den folgenschweren Unfall seines Vorstandsvorsitzenden Bill McDermott. Der Amerikaner war laut eigener Aussage im Juli 2015 im Haus seines Bruders auf der Treppe gestürzt und auf ein Wasserglas gefallen. In der Folge des Unfalls habe er das linke Auge verloren.

Bereits im September meldete sich McDermott selbst in der "Süddeutschen Zeitung" zu Wort: Er werde im folgenden Monat wieder an der Spitze des größten deutschen Softwarekonzerns stehen. "Jedem kann so etwas passieren. Wichtig ist, wieder aufzustehen, wenn man hingefallen ist." So bitter die Erfahrung sei, er schöpfe Kraft daraus und werde sie nutzen, um SAP besser zu machen. SAP-Software könne Krankenhäusern dabei helfen, Wissen und Daten untereinander auszutauschen, schob er damals nach - ein Punkt, den PR-Berater Tom Buschardt in einem Gastbeitrag für manager-magazin.de bei aller Kritik an der Verschwiegenheit des Softwarekonzerns zu McDermotts Schicksal lobend heraushob.

Zwei Jahre später sagte McDermott im US-Fernsehen sogar, der Unfall habe sein Leben besser gemacht. Der Unfall habe ihm "so viel Kraft gegeben, so viel Entschlossenheit und so viel Leidenschaft".

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