Mei Wei Cheng Siemens ernennt neuen China-Chef

Mit einem chinesischen Manager an der Spitze will Siemens seinem Geschäft in der Volksrepublik neuen Schwung verleihen. Mit Mei Wei Cheng ernannte der Konzern erstmals einen einheimischen Manager zum Chef seiner chinesischen Landesgesellschaft.

Peking - Der 60-Jährige Cheng war bisher China-Statthalter des US-Autokonzerns Ford  und arbeitete zuvor auch schon beim Siemens-Rivalen General Electric .

Er werde im Sommer den bisherigen Landeschef Richard Hausmann ablösen, teilte Siemens am Dienstag mit.

Der 49-jährige Hausmann soll sich künftig von Deutschland aus um die Entwicklung des Geschäfts mit intelligenten Stromnetzen kümmern. Siemens war in der Volksrepublik im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 7 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.

"Wir wollen die Wertschöpfung in einem unserer wichtigsten Wachstumsmärkte ausbauen und unsere Kontakte zu chinesischen Kunden vertiefen", erklärte Siemens-Vorstand Wolfgang Dehen. Mei Wei Cheng bringe hierzu jahrzehntlange Erfahrung und ein entsprechendes Netzwerk mit, um Siemens  in dem umkämpften Markt voranzubringen.

Auch Konzernchef Peter Löscher hatte kürzlich für die Wahl eines chinesischen Managers plädiert. "Unter kulturellen Gesichtspunkten ist ein Chinese sicherlich im Vorteil auf dem Posten."

manager-magazin.de mit Material von reuters

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