Millionenabfindung Bahn einigt sich mit Ex-Vorstand

Die Deutsche Bahn hat sich mit ihrem beurlaubten Vorstandsmitglied Stefan Garber über einen Aufhebungsvertrag und eine Abfindung geeinigt. Garber scheidet nach Informationen von manager magazin aus dem Unternehmen aus und erhält eine Abfindung von knapp zwei Millionen Euro.

Hamburg - Dies berichtet das manager magazin (Erscheinungsdatum: 19. März) unter Berufung auf Kreise des Verkehrsministeriums. Zum Zerwürfnis mit Garber war es bei einer Aufsichtsratssitzung der Bahn am 9. Dezember 2009 gekommen. Der Manager hatte sich geweigert, einer Umstellung seines Vertrags auf die neuen Bestimmungen des Corporate-Governance-Kodex für Bundesunternehmen zuzustimmen. Die Umstellung hätte eine Kürzung seiner Leistungsboni bewirkt.

Nach der Weigerung war Garber von Bahn-Chef Rüdiger Grube beurlaubt worden. Dem Manager war zudem vorgehalten worden, für die Kostenexplosion beim Großprojekt "Stuttgart 21" verantwortlich zu sein. Garber galt als einer der engsten Vertrauten des im April vergangenen Jahres demissionierten ehemaligen Bahn-Chefs Hartmut Mehdorn.

Im Verkehrsministerium, das in die Verhandlungen einbezogen war, herrscht Zufriedenheit über die Einigung. Als Erfolg wird gewertet, dass die Abfindung deutlich unter dem regulär zu zahlenden Betrag blieb. Der abgesetzten Führungskraft hätten eigentlich rund 2,5 Millionen Euro zugestanden.

Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums dementierte am Donnerstag, dass Garber zwei Millionen Euro Abfindung erhält. Über die Höhe sei noch nicht entschieden worden, der Vorgang werde derzeit kritisch geprüft, hieß es.

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