Freitag, 23. August 2019

US-Legende Buffett begnügt sich mit Minigehalt

Der drittreichste Mann der Erde lebt vergleichsweise bescheiden: Der legendäre US-Investor Warren Buffett hat sich auch im vergangenen Jahr ein Gehalt von lediglich 175.000 Dollar gegönnt. 100.000 Dollar erhielt er als Chef seiner Investmentholding Berkshire Hathaway , weitere 75.000 Dollar bekam er als Verwaltungsrats-Mitglied der "Washington Post".

Omaha/New York - Seit fast drei Jahrzehnten flattert dem 79-Jährigen damit der gleiche fixe Gehaltsscheck ins Haus. Boni lehnt Buffett ab. Er ist einer der schärfsten Kritiker einer ausgeuferten Managervergütung. Erst jüngst wetterte er gegen Bankchefs, die trotz Versagens üppige Bezüge kassieren zu Lasten der Aktionäre und der Steuerzahler.

Eis essen statt absahnen: Erst jüngst wetterte Buffett gegen üppig versorgte Bankchefs
Buffett selbst ist das Streben nach Luxus fremd. Er lebt noch heute im selben Haus in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska), dass er 1958 für 31.500 Dollar gekauft hatte. Auch bei öffentlichen Auftritten wirkt er zutiefst bescheiden.

Privates und Geschäftliches trennt Buffett strikt. Er legt Wert darauf, Firmenjets lediglich für geschäftliche Zwecke zu benutzen. Für persönliche Anrufe und Porto erstattete er Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr 50.000 Dollar, wie er am Donnerstag in einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC aufschlüsselte. Einzig die Kosten für seine persönliche Sicherheit lässt er die Firma übernehmen, die dafür im vergangenen Jahr 344.490 Dollar aufwendete.

Warren Buffett besitzt laut des US-Magazins "Forbes" ein Vermögen von 47 Milliarden Dollar und ist damit hinter dem mexikanischen Telekommunikations-Tycoon Carlos Slim Helu und Microsoft-Gründer Bill Gates der drittreichste Mensch der Welt.

Buffett machte mit seinen Investitionen aus der kleinen Textilfirma Berkshire Hathaway Börsen-Chart zeigen, die er in den 1960er Jahren übernahm, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Aktuell liegt der Börsenwert bei rund 200 Milliarden Dollar. Noch heute gehört ein knappes Viertel der Firma ihm.

manager magazin mit Material von dpa-afx

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