Donnerstag, 19. September 2019

TU München Siemens-Chef Löscher stiftet Lehrstuhl

Siemens-Chef Peter Löscher hat aus seinem Privatvermögen einen mit 1,76 Millionen Euro dotierten Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München gestiftet.

München - "Das traditionsreiche Leitbild des ehrbaren Kaufmanns müssen wir gerade auch in dem heutigen globalen Kontext von Märkten und Wirtschaft weiter pflegen, bewahren, vorleben und weitervermitteln", sagte Löscher in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

Siemens-Chef Löscher: "Das traditionsreiche Leitbild des ehrbaren Kaufmanns weiter pflegen, bewahren, vorleben"
Der Lehrstuhl ist mit 1,76 Millionen Euro dotiert und der TUM School of Education zugeordnet. Die Besetzung ist zum kommenden Wintersemester 2010/2011 geplant. Der österreichische Manager Löscher ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG Börsen-Chart zeigen und hat sich vorgenommen, den Technologiekonzern mit Produkten etwa aus dem Bereich der erneuerbaren Energien auf einen "grünen" Kurs zu trimmen.

TUM-Präsident Wolfgang Herrmann betonte bei der Unterzeichnung der Stiftungsvereinbarung, dass ethische Fragen "in das Denk- und Handlungszentrum künftiger Führungskräfte der Wirtschaft" gehörten. Löscher habe den Lehrstuhl als Privatmann gestiftet und wirke damit "als Vorbild einer verantwortungsbewussten Bürgergesellschaft". Die TUM ist mit rund 420 Professoren und 24.000 Studenten eine der führenden Universitäten Europas. Ihre Lehrerausbildung hat die TUM seit Kurzem in einer neuen School of Education konzentriert.

manager magazin mit Material von ddp

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