Ex-Porsche-Chef Wiedeking gründet neue Stiftung

Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat mit einem Teil seiner Millionenabfindung des Sportwagenbauers eine Stiftung gegründet. Das Stuttgarter Regierungspräsidium teilte am Donnerstag mit, dass Wiedeking die Urkunde zur Anerkennung der "Wiedeking Stiftung Stuttgart" erhalten habe.

Stuttgart - Der Topmanager hatte nach seinem Ausscheiden bei Porsche angekündigt, die Hälfte seiner 50 Millionen Euro hohen Abfindung einer Stiftung zuzuführen.

Die "Wiedeking Stiftung Stuttgart" mit einem Vermögen von 25 Millionen Euro verfolgt den Angaben zufolge "ausschließlich gemeinnützige Zwecke, die nicht von staatlichen Einrichtungen übernommen werden". Sie ist in der Jugend- und Altenhilfe, der Wohlfahrt und im öffentlichen Gesundheitswesen tätig. Zudem fördert sie Arbeitsschutz, Unfallverhütung und Kriminalprävention sowie Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur. Geografischer Schwerpunkt der Arbeit sind die Kommunen der Porsche-Standorte.

Wiedeking ist erster Vorstandsvorsitzender der Stiftung, seine Frau Ruth Stellvertreterin. Im Vorstand sitzt auch Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, mit dem Wiedeking viele Jahre bei dem Sportwagenbauer zusammenarbeitete. Wiedeking selbst erklärte, er sei "stolz", sein Versprechen noch in diesem Jahr eingelöst zu haben. Er richtete damit seine dritte Stiftung ein.

Wiedeking galt zuletzt mit geschätzten 80 Millionen Euro Verdienst als bestbezahlter Manager Deutschlands. Er schied aus, nachdem Porsche den Machtkampf um eine Übernahme des Volkswagen-Konzerns verloren hatte. Mittlerweile ist Porsche die zehnte Marke im VW-Konzern.

manager-magazin.de mit Material von ddp