Verleger Burda regelt Nachfolge

Der Verleger Hubert Burda hat seine Nachfolge geregelt. Zum 1. Januar 2010 übernehme Paul-Bernhard Kallen den Vorstandsvorsitz des Unternehmens, teilte Hubert Burda Media am Donnerstag in München mit.

München - Verleger Hubert Burda zieht sich als Vorstandsvorsitzender von Hubert Burda Media zurück. Zum 1. Januar 2010 beruft der 69-Jährige den Vorstand Technologie, Finanzen, International, Paul-Bernhard Kallen, auf diesen Posten, wie das Medienunternehmen am Donnerstag in München mitteilte.

Burda werde aber als geschäftsführender persönlich haftender Gesellschafter "seine verlegerische und unternehmerische Richtlinienkompetenz wie bisher aktiv und in vollem Umfang wahrnehmen", hieß es weiter. Mit der Bestellung Kallens vollziehe Verleger Burda "einen weiteren wichtigen Schritt zur Sicherung einer kontinuierlichen Führungsnachfolge".

Der 52-jährige Kallen kam 1996 zur Hubert Burda Media und wurde im Oktober 1999 in den Vorstand des Hauses berufen. Weitere Veränderungen im Vorstand, zu dem unter anderen auch Helmut Markwort und Philipp Welte gehören, sind den Angaben zufolge nicht geplant.

Burda, der seit den 60er Jahren in dem vor über 100 Jahren gegründeten Familienunternehmen tätig ist, übernahm nach dem Tod seines Vaters Ende 1986 das Stammgeschäft mit insgesamt 15 Zeitschriften und den Druckereien. Das Unternehmen gehört heute zu den größten Medienhäusern Deutschlands. Nach Angaben des aktuellsten Geschäftsberichts sind dort rund 7600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Hubert Burda Media verlegt rund 260 Zeitschriften weltweit, davon 75 in Deutschland. Dazu gehören "Focus", "Bunte", "Super Illu" und "Freundin". Zudem hat der Konzern zahlreiche Internet- und Radiobeteiligungen. Burda ist außerdem Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und ddp

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