Reichste Schweizer Ikea-Gründer drittreichster Mensch der Welt

Ingvar Kamprad bleibt trotz Krise reichster Schweizer. Das Vermögen des Ikea-Gründers wird auf bis zu 36 Milliarden Franken geschätzt. Der 83-Jährige, der mit Ikea zunehmend auch asiatische Wohnungen ausstattet, ist unterdessen fast so reich wie Warren Buffet und Bill Gates.

Zürich - An Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist die Krise spurlos vorüber gegangen. Mit einem geschätzten Vermögen von 36 Milliarden Schweizer Franken gehört er inzwischen zu den reichsten Männern der Welt. Mehr als Kamprad haben nur Bill Gates (40 Milliarden Dollar) und Warren Buffett (37 Milliarden Dollar). Deren Vermögen hatte die US-Zeitschrift "Forbes" Anfang November ermittelt.

Andere Schweizer Reiche hatten unter der Krise mehr zu leiden als Kamprad. Die 300 Reichsten der Schweiz haben seit Dezember 2008 rund zehn Milliarden Franken (6,6 Milliarden Euro) verloren. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung des Wirtschaftsmagazins "Bilanz" hervor, die alljährlich zum Jahresende zusammengestellt wird.

Zusammen kommen die Superreichen nach Ermittlungen der Zeitschrift aber immer noch auf stolze 449 Milliarden Franken Vermögen. Nach dem Gründer des schwedischen Möbelunternehmens folgen die Basler Familien Hoffmann und Oeri, die den Pharmakonzern Roche kontrollieren. Ihr Vermögen schätzt das Wirtschaftsmagazin auf bis zu 16 Milliarden Franken. Auf dem dritten Rang mit bis zu 11 Milliarden Franken kommen die Familie von Biotech-Unternehmer und Segler Ernesto Bertarelli sowie die Brenninkmeijers, Besitzer der Kleiderladen-Kette C&A.

Geradezu bescheiden sieht es im Vergleich dazu mit dem Vermögen des "pensionierten" Formel-1-Piloten Michael Schumacher aus, der sich seit drei Jahren eine Luxusvilla in Gland an den Ufern des Genfer Sees fertig baut. Er soll 850 Millionen Franken besitzen, 100 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Schätzungsweise mehr als 35 Millionen Franken hat das riesige Anwesen mit Einrichtungen wie Sporthalle oder Fußballfeld gekostet.

Unter den Top Ten gab es prominente Abgänge: So schafften es die mit Baumaschinen reich gewordenen Liebherrs (etwa 5 Milliarden Franken) oder der russischstämmige Düngemittel-König Dmitry Rybolovlev (6 Milliarden Franken) nicht mehr unter die ersten Zehn. Neu dabei sind dafür mit jeweils bis zu 7 Milliarden Franken der AMAG-Autoimporteur Walter Haefner und der deutsche Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne. Dagegen schmolzen die Vermögen der Reederfamilie Latsis und des russischen Investors Viktor Vekselberg um je 3 Milliarden Franken.

manager-magazin.de mit Material von afp

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