Opel Finanzchef Molinari tritt zurück

Marco Molinari ist von seinem Posten als Opel-Finanzchef mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Molinari war seit 2005 für die Finanzen des deutschen Autobauers verantwortlich. Ein Nachfolger für den 45-Jährigen steht noch nicht fest.

Rüsselsheim - Opel-Finanzchef Marco Molinari ist von seinem Amt zurückgetreten. Der 45-jährige habe das Unternehmen zum 1. Dezember verlassen, teilte Opel am Mittwoch mit. Der Rüsselsheimer Autobauer führte persönliche Gründe für den Rücktritt an.

Die Personalie kommt zu einem Zeitpunkt tiefgreifender Änderungen im Management von Opel und des Mutterkonzerns General Motors (GM). So hat sich zugleich GM von Konzernchef Fritz Henderson getrennt. Zuletzt war GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster zurückgetreten.

Der Nachfolger Molinaris werde noch bekanntgegeben, teilte Opel mit. Der Manager war seit 2005 für das Finanzressort verantwortlich. Er war seit 1995 in Führungspositionen bei GM und bei Opel in New York, Argentinien, der Schweiz, Belgien, Mexiko und Deutschland tätig.

Opel-Chef Hans Demant würdigte Molinaris Verdienste bei den Verhandlungen über staatliche Hilfen. "Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass Opel durch den Brückenkredit eine Chance erhalten hat", erklärte Opel-Chef Hans Demant. Bund und Länder hatten Opel Ende Mai mit einem bis zu 1,5 Milliarden Euro schweren Brückenkredit vor der Insolvenz bewahrt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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