Opel Reilly Mitglied im Aufsichtsrat

Nick Reilly ist Mitglied im Opel-Aufsichtsrat. Der Opel-Europachef zieht zusammen mit dem GM-Vizepräsidenten Walter Borst in das Gremium ein. Die beiden Manager ersetzen Carl-Peter Forster und Bob Lutz. Ein Opel-Aufsichtsratschef ist bisher nicht benannt.

Frankfurt am Main - Opel-Chefsanierer Nick Reilly zieht nun auch in den Aufsichtsrat des Autobauers ein. Gemeinsam mit dem für Finanzen zuständigen GM-Vizepräsidenten Walter Borst sitzt Reilly mit Wirkung zum 1. Dezember im Aufsichtsgremium des Unternehmens, wie Opel am Mittwoch mitteilte.

Beide ersetzen den zurückgetretenen GM-Europe-Chef Carl-Peter Forster und GM-Manager Bob Lutz. Forster war nach dem geplatzten Opel-Verkauf zum indischen Autohersteller Tata gewechselt, Lutz legte sein Mandat auf eigenen Wunsch nieder. Wer künftig Chef des Gremiums ist, ist noch nicht klar. Dies soll in der nächsten Sitzung bestimmt werden.

Zuletzt hatte sich Reilly gegen scharfe Kritik der Opel-Betriebsräte wehren müssen. So sagte der Vorsitzende des Betriebsrats Klaus Franz Ende vergangener Woche, es seien keine Visionen für ein zukunftweisendes Produktportfolio bekannt.

GM werde sich verpflichten, in Forschung und Entwicklung zu investieren sowie in einem aggressiven Zeitrahmen neue Opel-Modelle auf den Markt bringen, schrieb Reilly daraufhin in einem auf einer GM-Internetseite veröffentlichten Beitrag.

GM hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, bei Opel in Europa 9.000 Stellen zu streichen. Mitte Dezember will der Opel-Chef seinen Sanierungsplan für den Rüsselsheimer Autobauer vorlegen. Der 59-Jährige hatte Mitte November die Nachfolge von Forster angetreten und gilt als harter Sanierer, der die deutsche GM-Tochter wieder auf Kurs bringen soll.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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