Donnerstag, 5. Dezember 2019

Gehalt Weniger Steuern, mehr Netto

Das Leben wird ständig teurer, aber das Gehalt wächst meist nicht mit. Tatsächlich gibt es schnelle Hilfe gegen die Ebbe in der Kasse - ausgerechnet vom Fiskus. Wer geschickt mit dem Chef verhandelt und steuerliche Vorteile nutzt, kommt auf ein Gehaltsplus von 10 Prozent und mehr im Jahr.

Berlin - Sparen können Arbeitnehmer, wenn der Chef beim Aufbau einer Altersvorsorge behilflich ist. Schließt er zum Beispiel für seinen Mitarbeiter eine Direktversicherung ab, bleiben derzeit Beiträge bis zu 2592 Euro steuer- und sozialabgabenfrei - weitere 1800 Euro bleiben steuerfrei. Das heißt, bis zu dieser Höhe können Arbeitnehmer aus ihrem Bruttogehalt in eine Altersvorsorge einzahlen, während die meisten Menschen aus Ihrem Nettoeinkommen vorsorgen müssen.

In vielen Firmen können Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber zinslose oder zinsverbilligte Darlehen erhalten, deren Konditionen weit unter denen auf dem freien Markt liegen. Und ein solches Billigdarlehen bringt echte Steuervorteile mit sich: Denn versteuern müssen Arbeitnehmer nur die Differenz zwischen den marktüblichen Konditionen minus 4 Prozent und Ihrem tatsächlichen Zinssatz. Bescheinigt die Bank also, dass die Baufinanzierung 5 Prozent gekostet hätte und verzichtet der Chef auf Zinsen, muss nur die Differenz von 1 Prozent versteuert werden.

Auch Unfallschutz vom Arbeitgeber gibt es zum Nulltarif. Die Voraussetzung dafür: Die Rechte aus dem Versicherungsvertrag stehen dem Arbeitgeber zu, der die Versicherungsleistung dann an den Mitarbeiter weitergibt. In diesem Fall sind die gezahlten Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei.

Der Chef darf auch großzügig sein und seinen Mitarbeitern einen Computer schenken oder zu einem verbilligten Preis überlassen - das Finanzamt darf diesen Vorteil nur mit einer Pauschalsteuer von 25 Prozent belegen, und die kann der Arbeitgeber auch noch übernehmen.

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