Bauer Verlag Fritzenkötter räumt das Feld

Andreas Fritzenkötter, Sprecher der Verlagsgruppe Bauer, räumt seinen Posten. Der ehemalige Medienberater von Ex-Kanzler Helmut Kohl geht offiziell wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit". Tatsächlich könnte sein Abgang mit dem Generationswechsel im Hause Bauer zu tun haben.

Hamburg - Bauer-Verlagssprecher Andreas Fritzenkötter verlässt nach mehr als zehnjähriger Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung das Unternehmen. "Hintergrund sind unterschiedliche Auffassungen über die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe", teilte die Bauer Media Group am Freitag in Hamburg mit.

Der 51-jährige Fritzenkötter habe in den vergangenen Jahren die Darstellung der Bauer Media Group in der Öffentlichkeit geprägt und den PR-Bereich im Unternehmen neu strukturiert. Hervorzuheben sei insbesondere "die positive Entwicklung, die der Medienpreis Goldene Feder genommen hat", heißt es in der Mitteilung des Bauer-Verlages.

Die Leitung des Bereiches PR wird den Angaben zufolge aktuell nicht neu besetzt. Die operativen Aufgaben übernimmt Berit Sbirinda, stellvertretende Leiterin Unternehmenskommunikation.

Wahrscheinlich ist, dass der Abgang von Fritzenkötter mit dem Generationswechsel im Hause Bauer zusammenhängt. Zum Jahreswechsel übernimmt Yvonne Bauer den Großteil des Inlandsgeschäftes der Bauer Media Group. Außerdem gehen große Teile des Verlages an neu gegründete Gesellschaften über, an denen Yvonne Bauer die Mehrheit hält.

Fritzenkötter war bekannt geworden, nachdem ihn der ehemalige Kanzler Helmut Kohl 1991 als Medienberater engagiert und 1995 ins Kanzleramt geholt hatte. Seit 1999 war Fritzenkötter Leiter für den Bereich Unternehmenskommunikation und Presse im Heinrich Bauer Verlag.

Die Bauer Media Group gehört zu den größten deutschen Verlagen. Im Jahr 2008 betrug der Umsatz über zwei Milliarden Euro, weltweit werden 308 Zeitschriften herausgegeben und 9000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Bauer-Verlag befindet sich in der vierten Generation im Familienbesitz.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über