Kuka Vorstand um COO erweitert

Der personelle Umbau beim angeschlagenen Roboter- und Anlagenbauer Kuka geht weiter. Walter Bickel wird zum neuen COO bestellt. Der angekündigte Wechsel im Management bescherte Kuka Kursaufschläge.

Augsburg - Walter Bickel werde sich als neuer Vorstand für das Tagesgeschäft (COO) auf die Weiterentwicklung und Umsetzung des laufenden Kostensenkungsprogramms konzentrieren, teilte Kuka am Montagabend in Augsburg mit. Er verfüge über jahrelange Erfahrung in der Autoindustrie und im Maschinenbau. Bislang bestand die oberste Führungsriege nur aus zwei Personen: dem Interims-Chef Till Reuter und dem neuen Finanzchef Stephan Schulak.

Kuka leidet massiv unter der Wirtschaftskrise. Mit Stellenstreichungen und der Schließung ganzer Werke versucht das Management, aus den roten Zahlen zu kommen. Streitereien zwischen dem alten Vorstand und dem mittelständischen Großaktionär Grenzebach hatten den Konzern über Monate gelähmt. Mittlerweile hat Grenzebach die Macht in Augsburg übernommen und die Führungsriege samt etlicher Aufsichtsräte ausgetauscht.

Neben den alten Vorständen mussten jetzt auch mehrere Geschäftsführer der beiden Sparten Anlagenbau und Roboter das Feld räumen, wie Kuka weiter mitteilte. Sie würden dem Unternehmen aber weiter verbunden bleiben, hieß es, entweder in anderen Positionen oder als Berater. "Das neu berufene operative Management unterstützt die strategischen Ziele des Vorstandes", sagte Kuka-Chef Reuter.

Der angekündigte Wechsel im Management bescherte Kuka am Dienstag Kursaufschläge. Die Papiere des Roboterherstellers legten gegen den Trend im SDax 0,6 Prozent auf 11,72 Euro zu. Händler werteten auch die Veränderungen in den Leitungsgremien der beiden wichtigsten Sparten des Unternehmens als positiv. Anleger hofften dadurch auf frischen Wind und darauf, dass das Unternehmen schneller wieder auf Kurs komme.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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