Infineon Klaus Wucherer steigt auf

Ex-Siemens-Vorstand Klaus Wucherer soll neuer Infineon-Aufsichtsratschef werden. Sollte die Hauptversammlung dem Vorschlag des Nominierungsausschusses folgen, löst er Max Dietrich Kley ab. Im Zuge der Siemens-Schmiergeldaffäre hatte sich Wucherer kürzlich eingewilligt, eine halbe Million Euro Schadenersatz zu zahlen.

München - Der ehemalige Siemens-Manager Klaus Wucherer soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei Infineon  werden. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates einigte sich am Dienstag darauf, Wucherer für dieses Amt vorzuschlagen, wie der Münchener Chiphersteller mitteilte. Wucherer ist seit 1999 Mitglied im Infineon-Aufsichtsrat und leitet dort den Strategie- und Technologieausschuss.

Der Manager folgt Max Dietrich Kley nach, dessen Mandat bei der Hauptversammlung am 11. Februar 2010 ausläuft. Wucherer war bei Siemens  für die Automatisierungstechnik, Industriedienstleistungen und die Zugsparte zuständig. Er schied im Jahr 2007 im Zuge des Umbaus des Konzernvorstandes unter Siemens-Chef Peter Löscher aus dem Gremium aus.

Siemens hatte Wucherer wegen seiner Rolle im Korruptionsskandal ins Visier genommen. Der Manager hatte vor wenigen Wochen eingewilligt, eine halbe Million Euro an den Konzern als Schadenersatz zu zahlen. Im Gegenzug wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt.

Neu in den Infineon-Aufsichtsrat soll außerdem der frühere Deutschlandchef des US-Computerherstellers Hewlett-Packard , Hans Ulrich Holdenried, einziehen, teilte Infineon weiter mit. Der Novelis-Manager Arnaud de Weert und der ehemalige Bertelsmann-Finanzchef Siegfried Luther stehen hingegen nicht mehr auf der Nominierungsliste für das verkleinerte Kontrollgremium.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters

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