Koalitionspoker Guttenberg neuer Verteidigungsminister

Karl-Theodor zu Guttenberg hatte offenbar die Wahl und entschied sich nach Medieninformationen für das Verteidigungsressort. Die Nachfolge von Wolfgang Schäuble im Innenministerium verschmähte er. Das Innenressort geht deshalb an Thomas De Maiziere. Schäuble übernimmt den Posten des Finanzministers.

Berlin - Das künftige schwarz-gelbe Bundeskabinett unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt Kontur an . Der bisherige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa neuer Finanzminister der schwarz-gelben Koalition.

Auch nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios "stehen für das neue Bundeskabinett folgende Personalien fest: Schäuble wird Finanzminister, Thomas De Maiziere (CDU) Innenminister." Der bisherige Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) übernehme das Verteidigungsressort, FDP-Chef Guido Westerwelle werde wie erwartet Außenminister. Der Posten des Kanzleramtsministers falle an den bisherigen CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla.

Für das Arbeitsministerium ist in Berlin der CDU-Politiker Norbert Röttgen im Gespräch, bislang Parlamentarischer Geschäftsführer der Unions-Fraktion. Das Gesundheitsressort könnte an die bisherige Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gehen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) wird vermutlich im Amt bleiben. Das Wirtschafts- und das Justizministerium fallen möglicherweise an die FDP-Politiker Rainer Brüderle und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer könnte das Verkehrsressort übernehmen und die bisherige Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) Entwicklungshilfeministerin werden. Für die Landwirtschaft wird auch der bisherige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) gehandelt. Das Ressort könnte aber auch an die Liberalen fallen, hieß es in Berlin. Eine offizielle Bestätigung für Spitzenpersonalien im künftigen Bundeskabinett gibt es bisher nicht.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und ddp

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