Tagesticker Neue Hoffnung für Quelle-Mitarbeiter

Investoren haben offenbar Interesse an dem Deutschlandgeschäft des Versandhauses Quelle. Amerikas Dow-Jones-Aktienindex verliert 1,1 Prozent. Volvo halbiert seinen Verlust verglichen mit dem zweiten Quartal. Verdi will über einen Sanierungsbeitrag der Karstadt-Mitarbeiter verhandeln. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

22 Uhr: Die US-Börsen beenden die Handelswoche mit Kursverlusten. Der New Yorker Aktienleitindex Dow Jones  verlor 1,1 Prozent auf 9972 Punkte und schloss damit erneut unter der vielbeachteten Marke von 10.000 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,2 Prozent auf 1079 Zähler. Der Composite-Index  der Technologiebörse Nasdaq  fiel um 0,5 Prozent auf 2154 Zähler.

21.30 Uhr: Der Euro (Kurswerte anzeigen) hat einem Sprung auf ein Jahreshoch zunächst seinen Höhenflug fortgesetzt, diesen im Handelsverlauf aber abgebremst. Die Gemeinschaftswährung war am Morgen bis auf 1,5060 US-Dollar geklettert und hatte damit den Höchststand vom Mittwoch leicht übertroffen. Zuletzt büßte der Euro einen Großteil seiner Gewinne aber wieder ein und kostete 1,5006 Dollar.

20.30 Uhr: Der weltweit zweitgrößte Lastwagenhersteller Volvo (Kurswerte anzeigen) wies im dritten Quartal einen Verlust von 2,9 Milliarden schwedischen Kronen (285 Millionen Euro) aus, nachdem er im vergangen Jahr noch zwei Milliarden Kronen verdient hatte. Operativ betrug der Fehlbetrag rund 3,3 Milliarden Kronen. Wegen der eingeleiteten Kostensenkung konnte der Verlust im Vergleich zum zweiten Quartal damit jedoch mehr als halbiert werden. Der Umsatz sank aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche im Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 48,5 Milliarden Kronen.

19.30 Uhr: Für einige hundert Beschäftigte des insolventen Versandhauses Quelle gibt es überraschend neue Hoffnung: Zwei Investoren haben Interesse am Kern des Deutschlandgeschäfts mit den Bereichen Möbel, Küchen, Haus- und Heimtextilien sowie Küchengeräte. Dies bestätigten am Freitag übereinstimmend der Nürnberger Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) und der Quelle- Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ernst Sindel der Deutschen Presse- Agentur.

18.40 Uhr: Gute Nachrichten für den US-Immobilienmarkt: Nach mehr als zweijährigem Abwärtssog ist die Zahl der Verkäufe im September um 9,4 Prozent in die Höhe geschnellt. Damit erreichte sie den höchsten Stand seit Juli 2007, wie die Nationale Maklervereinigung mitteilte. Der Ansturm wird auf ein Regierungsprogramm mit Steuervergünstigungen für Erstkäufer zurückgeführt, das nach bisherigen Plänen Ende November auslaufen soll.

18 Uhr: Leichter Rückschlag für Dax-Anleger: Deutschlands bedeutendstes Börsenbarometer schloss den letzten Handelstag dieser Woche mit einem Minus in Höhe von 0,39 Prozent auf 5740,25 Punkte. Der Technologiewerteindex TecDax  ging mit minus von 0,21 Prozent auf 761,50 Zähler in das Wochenende. Der MDax  der mittelgroßen hiesigen Aktiengesellschaften erholte sich hingegen leicht und stieg um 0,58 Prozent auf 7348,13 Punkte.

17.45 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi hat sich zu Verhandlungen über einen Sanierungsbeitrag der 30.000 Karstadt-Mitarbeiter bereit erklärt. Auf keinen Fall werde man aber einem Eingriff in die monatlichen Löhne und Gehälter zustimmen, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane. Nach Angaben der Gewerkschaft fordert die Insolvenzverwaltung von den Beschäftigten einen Beitrag von insgesamt 150 Millionen Euro über drei Jahre.

17.30 Uhr: Der europäische Nutzfahrzeugmarkt befindet sich durch die Wirtschaftskrise seit 17 Monaten in Folge im Minus. Im September 2009 haben die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 27,7 Prozent auf 155.656 Einheiten abgenommen, doch im Vergleich zum Monat August 2009 mit nur 96 697 Neuzulassungen ist damit immerhin ein Anstieg von rund 61 Prozent zu verzeichnen.

16.30 Uhr: Ostdeutschlands Wirtschaft will weiterhin einen Ostbeauftragten der Regierung. "Die industrielle Basis in den neuen Ländern ist mit Blick auf Westdeutschland immer noch zu schwach", glaubt Lothar Wilken vom Dachverband der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Die Spitzenverbände der Wirtschaft in den fünf neuen Bundesländern seien sich in ihrer Forderung einig, dass auch in Zukunft ein Kabinettsmitglied als Beauftragter für den Aufbau Ost Verantwortung übernimmt.

15.30 Uhr: In Amerika legen die Aktienkurse zu. An der Wall Street in New York gewinnt der Dow-Jones-Index  in den ersten Minuten knapp 19 Punkte auf 10.100 Zähler.

15.15 Uhr: Der Einzelhandel hat eine neue Runde im Kampf um die billigsten Angebote eingeläutet. Verbraucher profitieren unter anderem von niedrigeren Preisen für Backwaren und Fruchtsäfte. Am Freitag setzte Aldi bei Produkten wie Zucker, Apfelsaft und Mehl den Rotstift an. Bereits am Donnerstag hatte Lidl nach eigenen Angaben Preissenkungen bekanntgegeben, darunter für viele Markenprodukte. Andere Ketten folgten prompt. Es ist die elfte Runde des Preiskampfs in diesem Jahr.

14.15 Uhr: Das in der Wirtschaftskrise eingebrochene Geschäft des US-Mischkonzerns Honeywell hat sich stabilisiert. Von Juli bis September setzte Honeywell 7,7 Milliarden Dollar um und damit etwas mehr als im Quartal zuvor. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkleinerte sich auf 17 Prozent. Der Überschuss lag bei 619 Millionen Dollar und bewegte sich damit auf das Niveau vor der Krise zu.

14 Uhr: Angetrieben vom hohen Wachstum in China hat die weltweite Stahlproduktion sich im September weiter erholt und fast das Niveau des Vorjahres erreicht. Die Unternehmen produzierten 107 Millionen Tonnen Stahl, das sind nur 0,6 Prozent weniger als im September 2008, wie der Weltstahlverband am Freitag in Brüssel mitteilte. Mit 50,7 Millionen Tonnen wurde fast die Hälfte des Ausstoßes in China produziert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es dort ein Wachstum von 28,7 Prozent. Dagegen lag die Produktion in Deutschland mit 3,2 Millionen Tonnen 21,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

13 Uhr: Deutschlands größter Stahlkonzern ThyssenKrupp (Kurswerte anzeigen) nimmt einen vorübergehend stillgelegten Hochofen in Duisburg wieder in Betrieb. Der Hochofen 9 werde zum 1. November wieder angefahren, sagte Erwin Schneider, Sprecher der Unternehmenssparte Stahl. Der Hochofen 9 ist einer von insgesamt vier Hochöfen am Standort Duisburg und stand seit März dieses Jahres still. Nach Angaben von Schneider kann durch die Inbetriebnahme des Hochofens die Kurzarbeit weiter reduziert werden.

12.15 Uhr: Der staatliche Milliardenkredit für Opel verzögert sich. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Verhandlungskreisen erfahren hat, werden weder General Motors  noch die Opel-Treuhand kurzfristig die von der EU-Kommission geforderte Klarstellung abgeben. Damit zeichnet sich ab, dass der Kreditvertrag erst nach Bildung der neuen Bundesregierung unterschrieben wird. Bund und Länder wollen die Opel-Übernahme durch Magna mit weiteren drei Milliarden Euro unterstützen.

Der Verwaltungsrat von General Motors berät am 3. November über den Opel-Verkauf an Magna und die Bedenken der EU-Kommission. Das kündigte GM-Vize John Smith in seinem Blog an. Der Verwaltungsrat werde die neue Lage prüfen, die sich seit dem grundsätzlichen Ja für Magna Anfang September ergeben habe.

General Motors schießt Kapital bei Daewoo nach

12 Uhr: Der US-Autohersteller General Motors (Kurswerte anzeigen) (GM) versorgt seine kriselnde südkoreanische Tochter GM Daewoo mit frischem Kapital. Wie GM Daewoo mitteilte, erwirbt der einst weltgrößte Autobauer im Zuge einer Kapitalerhöhung sämtliche angebotenen Aktien im Gesamtwert von rund 491 Milliarden Won (etwa 274 Millionen Euro). "Weitere Aktionen mit Blick auf eine langfristige Finanzierungsstruktur für GM Daewoo werden nötigenfalls in Betracht gezogen", hieß es einer Erklärung des Vorsitzenden von GM International Operations, Nick Reilly. Durch die Transaktion erhöht sich der Anteil von GM am koreanischen Unternehmen von bisher knapp 51 auf 70,1 Prozent.

11.45 Uhr: Die Europäische Kommission nimmt die Milliardenhilfen für die HSH Nordbank unter die Lupe. Nach derzeitigem Informationsstand gebe es Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Rettungspakets Hamburgs und Schleswig-Holsteins, teilte die Behörde am Freitag in Brüssel mit. Die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein war im Zuge der Finanzkrise ins Schlingern geraten. Den staatlichen Risikoschirm in Höhe von 10 Milliarden Euro und die Kapitalzufuhr über 3 Milliarden Euro hatten die Brüsseler Wettbewerbshüter am 29. Mai nur vorübergehend für sechs Monate genehmigt.

11.30 Uhr: Der Energiekonzern Eon (Kurswerte anzeigen) hat den geplanten Verkauf seiner Stadtwerketochter Thüga an ein Bündnis kommunaler Versorger besiegelt. Die Verträge mit dem Konsortium Integra/KOM9 für die Transaktion im Volumen von 2,9 Milliarden Euro seien unterzeichnet worden, teilte der größte deutsche Energiekonzern mit. Mit der Freigabe durch das Bundeskartellamt rechne das Unternehmen noch in diesem Jahr. In der Thüga sind 110 Beteiligungen gebündelt, darunter Anteile an 90 der insgesamt gut 700 kommunalen Strom- und Gasversorger in Deutschland.

11 Uhr: Dem insolventen Autozulieferer Karmann droht Anfang November die Schließung. Kunden hätten Rechnungen nicht bezahlt, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Kreisen zufolge geht es dabei um Beträge in zweistelliger Millionenhöhe, die Autohersteller wie Daimler  Karmann noch schuldig sind. "Kommt das Geld nicht bald herein, geht die Liquidität in Kürze gegen Null. Ohne Geld ist eine Fortführung nicht möglich und die drohende Schließung kaum mehr abzuwenden", sagte der Sprecher. Das Unternehmen hat keine Aufträge mehr und sieht sich zudem mit offenen Forderungen in dreistelliger Millionenhöhe konfrontiert.

10.30 Uhr: Die Wirtschaft Großbritanniens ist im dritten Quartal überraschend geschrumpft. In den Monaten Juli bis September sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Quartalssicht um 0,4 Prozent und im Jahresvergleich um 5,2 Prozent gesunken, teilte das Nationale Statistikbüro in einer ersten Schätzung in London mit. Damit steckt die britische Wirtschaft mit sechs Quartalen negativen Wachstums in der historisch längsten Rezession. Erwartungen einer leichten Belebung wurden enttäuscht: Volkswirte hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

Deutsche Bahn akzeptiert Millionenbußgeld

10.20 Uhr: Die EU-Kommission hat die Übernahme des amerikanischen Pharmakonzerns Schering-Plough durch seinen Konkurrenten Merck & Co.  genehmigt. Im europäischen Wirtschaftsraum, der sich aus den EU-Ländern sowie Norwegen, Liechtenstein und Island zusammensetzt, ergebe sich aus dem Zusammenschluss keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs, teilte die Kommission in Brüssel mit. Merck & Co. zahlt für den Rivalen mehr als 41 Milliarden Dollar (28,5 Milliarden Euro) in bar und Aktien. Das Geschäft soll im Schlussquartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Beide Konzerne sind historisch aus Ablegern deutscher Pharmahersteller entstanden, übertreffen deren Größe inzwischen aber mit weitem Abstand.

10 Uhr: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober den siebten Monat in Folge verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 91,9 Punkte von 91,3 im Vormonat, teilte das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Freitag zu seiner Umfrage unter 7000 Unternehmen mit. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 92,0 Zähler erwartet. Die Manager beurteilten die Lage und auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser als noch im September.

9.50 Uhr: Die Deutsche Bahn AG akzeptiert das vom Berliner Datenschutzbeauftragten gegen sie verhängte Bußgeld von 1,1 Millionen Euro wegen des Datenschutzskandals, das erklärte ein Bahnsprecher am Freitag.

9.03 Uhr: Gestützt auf Kursgewinne an den Börsen in den USA und Asien hat der Dax (Kurswerte anzeigen) seine Vortagesverluste wieder wettgemacht. Er stieg in den ersten Handelsminuten um 1,1 Prozent auf 5826 Punkte. Zu den größten Gewinnern zählten dabei die Finanzwerte. Sie profitierten Börsianern zufolge von den Vorgaben ihrer US-Konkurrenten. Commerzbank  gehörten mit einem Plus von 2 Prozent auf 8,26 Euro zu den Favoriten im Dax. Deutsche Bank zogen um 2,1 Prozent auf 53,90 Euro an und Allianz  verbuchten ein Kursplus von 1,4 Prozent auf 85,23 Euro.

8.01 Uhr: Union und FDP haben sich nach CSU-Angaben in der Arbeitsgruppe Familie auf eine Erhöhung des Kinderfreibetrags und des Kindergeldes geeinigt. Der Freibetrag für Kinder solle auf 8001 Euro und zugleich das Kindergeld auf 200 Euro erhöht werden, sagte der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis, der die CSU in der Arbeitsgruppe vertritt, am Freitag. "Das wurde einstimmig beschlossen." Beim Betreuungsgeld und beim Bau-Kindergeld als Ersatz für die abgeschaffte Eigenheimzulage habe es dagegen keine Einigung gegeben. Das müsse nun von der großen Koalitionsrunde verhandelt werden.

Lkw-Hersteller Volvo rutscht in rote Zahlen

7.48 Uhr: Der weltweit zweitgrößte Lkw-Bauer Volvo  ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Der schwedische Rivale von Weltmarktführer Daimler wies am Freitag einen operativen Verlust von 3,3 Milliarden Kronen (rund 322 Millionen Euro) aus nach einem Gewinn von 3,2 Milliarden Kronen vor einem Jahr. Analysten hatten mit einem noch größeren Fehlbetrag von 4,0 Milliarden Kronen gerechnet. An seiner Prognose eines massiven Abschwungs des Lkw-Geschäfts in den wichtigsten Märkten hielt der Konzern fest.

7.19 Uhr: Gestützt auf freundliche Vorgaben der Überseebörsen erwarten Händler einen guten Start des Dax  . Finspreads taxierte den Leitindex am Morgen um 1,22 Prozent fester auf 5833 Punkten, womit der Leitindex just seine Vortagesverluste wieder wett machen würde. Der dreistellige Punktanstieg des Dow zurück über die Marke von 10.000 Punkten und die entsprechend positive Reaktion der asiatischen Börsen dürften den Weg für weitere Kursgewinne vor dem Wochenende frei machen, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Der Future auf den US-Leitindex gewann seit Xetra-Schluss 1,12 Prozent und die asiatischen Börsen lagen zuletzt ebenfalls deutlich in der Pluszone. Neue Impulse dürfte vor allem das Ifo-Geschäftsklima geben, am Nachmittag folgen dann noch Daten vom US-Immobilienmarkt.

2.30 Uhr: Der weltweit zweitgrößte Speicherchiphersteller Hynix hat nach sieben Verlustquartalen in Folge im dritten Vierteljahr 2009 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Geholfen hat dabei eine Wende bei den Preisen für Speicherchips, die lange Zeit immer weiter gefallen waren. In dritten Quartal verbuchte Hynix einen Reingewinn von 246 Milliarden Won (207,1 Millionen Dollar), wie der Konzern am Freitag mitteilte. Er lag damit leicht unter den Analystenerwartungen von 258 Milliarden Won. Vor Jahresfrist musste Hynix noch einen Verlust von 1,67 Billionen Won verkraften; im zweiten Quartal dieses Jahres war es noch ein Minus von 58 Milliarden Won.

1 Uhr: Neue Diskussion um die Praxisgebühr - jetzt warnen die Kassenärzte vor einer Abschaffung der Gebühr und regen eine Reform an. In der "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Leonhard Hansen: "Es wäre Unfug, die Praxisgebühr abzuschaffen. Das System braucht das Geld." Hansen forderte Union und FDP zu einer Reform auf, die Lenkungsfunktion der Praxisgebühr zu verstärken und den Facharztbesuch deutlich zu verteuern. "Der Hausarztbesuch könnte künftig kostenlos sein. Wer aber ohne Überweisung zum Facharzt geht, sollte zum Beispiel 20 Euro bezahlen", sagte Hansen.

0.30 Uhr: Argentinien will seinen privaten Gläubigern doch noch ein neues Angebot für die Begleichung alter Schulden unterbreiten. Das kündigte Wirtschafts- und Finanzminister Amado Boudou am Donnerstag (Ortszeit) an. Die Inhaber argentinischer Wertpapiere, die die 2005 angebotene Umschuldung verweigert hatten und deshalb eigentlich ganz leer ausgehen sollten, können sich damit wieder Hoffnung auf Zahlungen Argentiniens machen. Die Regelung der Schulden bei den privaten Gläubigern gilt ebenso wie die Rückzahlung der Schulden bei den im Pariser Club organisierten staatlichen Gläubigern als Voraussetzung für die Rückkehr Argentiniens auf die internationalen Kapitalmärkte und damit zu Krediten zu günstigen Bedingungen.

23.15 Uhr: American Express  hat im dritten Quartal die Belastungen aus seinem Kreditkartengeschäft eingegrenzt und die Markterwartungen übertroffen. Wie der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss bekanntgab, sank der Nettogewinn um 21 Prozent auf 640 Millionen Dollar. In dem Quartalsergebnis war ein einmaliger Ertrag von 180 Millionen Dollar durch ausländische Niederlassungen enthalten. Ohne diesen Ertrag belief sich der bereinigte Gewinn je Aktie auf 44 Cent. Auf dieser Basis hatten Analysten einen Gewinn von nur 38 Cent pro Anteilsschein erwartet. Die Aktie stieg nachbörslich um 1,1 Prozent. Der Umsatz sank um 16 Prozent auf sechs Milliarden Dollar. Zugleich fielen indes auch die Kosten aufgrund eines rigiden Sparkurses um 17 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Die Ausgaben der US-Kreditkartenkunden sanken im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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