Vergleich Claassen und EnBW sind sich einig

Ein verbissen geführter Streit geht zu Ende. Der Energiekonzern EnBW und sein ehemaliger Vorstandschef Utz Claassen haben ihre Fehde um Pensionszahlungen beigelegt. In einem Vergleich einigten sich die Parteien auf eine einmalige Abgeltung von 2,5 Millionen Euro.

Stuttgart - Kurz vor einem Gerichtsurteil hat der frühere EnBW-Chef Utz Claassen seinen Streit um Pensionszahlungen mit dem Energiekonzern außergerichtlich beigelegt. Beide Parteien hätten sich auf einen Vergleich geeinigt, den zuvor auch das Landgericht Karlsruhe vorgeschlagen hatte, teilte die EnBW  am Donnerstagabend in Karlsruhe mit.

Claassen erhalte demnach eine einmalige Abgeltung von 2,5 Millionen Euro. Darin enthalten sei das bereits zwischen Mai und November 2008 gezahlte Übergangsgeld, hieß es weiter. Strittig war bislang, welche Einkünfte auf Claassens Pensionszahlung von jährlich fast 400.000 Euro angerechnet werden dürfen.

Der 46 Jahre alte Claassen hatte von EnBW  nach seinem Ausscheiden ein jährliches Ruhegeld von 400.000 Euro verlangt. EnBW hatte die Höhe des Pensionsanspruchs in Zweifel gezogen und die Zahlungen Ende 2008 gestoppt, nachdem Claassen einen Beraterposten beim Finanzinvestor Cerberus angenommen hatte. Während EnBW diese Einkünfte auf die Pension anrechnen wollte, pochte Claassen darauf, dass er nur freiberuflich tätig sei und die Entlohnung seiner Beratertätigkeit daher nicht angerechnet werden dürfe.

EnBW hat inzwischen die Regeln für die Vorstandsvergütung und deren Pensionsansprüche geändert und zahlt ausscheidenden Topmanagern keine Übergangsgelder mehr.

Manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen