Peter Grünberg Nobelpreis und Patente

Peter Grünberg, Entdecker des Riesenmagnetowiderstands, ist einer jener Spitzenwissenschaftler, die die große Tradition deutscher Grundlagenforschung fortschreiben. Mit unermüdlichem Forschergeist experimentierte der Physiker mit mikroskopisch dünnen Metallschichten.

Hamburg - Schließlich gewann Peter Grünberg, Jahrgang 1939, eine faszinierende Erkenntnis: Die Antwort nämlich auf die Frage, warum sich die elektrische Leitfähigkeit der ultradünnen Metallschichten so dramatisch ändert, wenn ein angelegtes Magnetfeld nur minimal schwankt.

Als Grünberg schließlich herausgefunden hatte, welche grundlegenden Phänomene diesen "Riesenmagnetowiderstand" bewirken, ließ er zusammen mit seinem Arbeitgeber, dem Forschungszentrum Jülich, die wichtigsten Verfahren patentieren, die auf der Ausnutzung dieses Quanteneffekts beruhen. Weltweit nutzen heute alle großen Computerhersteller diese Patente.

Damit konnten seit den 90er Jahren Computerfestplatten mit erheblich größerem Speicherplatz gebaut werden. Völlig neue Anwendungen auf dem PC wurden möglich. Für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands wurde Grünberg 2007 mit dem Nobelpreis für Physik geehrt. Im Rahmen einer "Helmholtz-Professur", einem eigens für ihn geschaffenen Format, forscht der heute 70-Jährige weiter in Jülich - unermüdlich.

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