Seit 2006 Jeder zweite Dax-Vorstand musste gehen

Der Chefsessel als Schleudersitz: Jeder zweite Vorstand eines Dax-Unternehmens hat seit Anfang 2006 seinen Posten räumen müssen. Damit setzt sich der Trend zu steigender Fluktuation in den Führungsetagen fort. Vorstandsvorsitzende sind einer Studie zufolge weniger häufig vom Stühlerücken betroffen als ihre Kollegen.

Hamburg - Von den 192 Topmanagern, die die 30 Unternehmen des deutschen Börsenleitindex Dax  vor gut dreieinhalb Jahren beschäftigten, hätten 98 ihren Job eingebüßt, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" (Freitag). Die Zeitung berief sich auf eine entsprechende Studie der Personalberatung Heidrick & Struggles.

Damit setze sich ein Trend fort. Noch in den 1990er Jahren sei die Verweildauer auf Spitzenposten weit länger gewesen.

Vorstandsvorsitzende sind der Studie zufolge etwas weniger häufig vom Stühlerücken betroffen als ihre Vorstandskollegen, wie die Zeitung berichtet. 16 der heutigen 30 Dax-Chefs hätten schon Anfang 2006 auf ihren Posten gesessen. 10 der 14 frei gewordenen Chefpositionen seien mit eigenen Leuten besetzt worden.

Im vergangenen Jahrzehnt hätten die großen Konzerne dagegen häufig externe Kandidaten für die Chefsessel gesucht. Seit Anfang des Jahres verließen der Untersuchung zufolge 18 Dax-Vorstände ihre Positionen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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