Fielmann Angekündigter Generationswechsel

Die Optikerkette Fielmann soll nach dem Willen ihres Chefs und Gründers in Familienhand bleiben. "Ich möchte meinem Sohn Marc die Firma übertragen", sagte Günther Fielmann einem Medienbericht zufolge. "Marc wird kompetente Vorstände an seiner Seite wissen", so Fielmann weiter.

Frankfurt am Main - An einen Verkauf denke er nicht, sagte Fielmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). "Ich will mich ja nicht selbst verkaufen. Die Firma ist mein Leben." Seinem 20-jährigen Sohn Marc trauten er und andere die Nachfolge zu. "Er wird ja nicht alleingelassen und nicht von heute auf morgen die ganze Verantwortung übernehmen. Marc wird kompetente Vorstände an seiner Seite wissen."

Ein Abschied von der Börse sei ebenfalls nicht geplant, sagte Fielmann. Sie habe eine Kontrollfunktion und zwinge das Unternehmen, gewissen Ansprüchen zu genügen. "Außerdem kann es ja sein, dass ich den Kapitalmarkt eines Tages doch noch nutzen will, zum Beispiel für eine größere Firmenübernahme", fügte er hinzu. Die Familie des Unternehmers, der am Donnerstag 70 Jahre alt wird, kontrolliert 71 Prozent der im Nebenwerteindex MDax  gelisteten Firma.

Der Vorstandschef bekräftigte das Ziel, den Umsatz auf zwei Milliarden Euro zu verdoppeln. Ohne Zukäufe benötige das Unternehmen dafür sieben oder acht Jahre. Investitionen in neue Filialen hatten den Vorsteuergewinn im zweiten Quartal bei steigendem Umsatz um 5,5 Prozent gedrückt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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