Ex-Lehman-Chef Fuld Apartment für 26 Millionen Dollar verkauft

576 Quadratmeter groß war das New Yorker Luxusapartment von Richard Fuld, allein sieben der 16 Räume waren für das Personal vorgesehen. Nun hat der Ex-Lehman-Chef seine gediegene Bleibe in der Nähe des Central Parks verkauft - für 26 Millionen Dollar. Ursprünglich hatten die Fulds sechs Millionen Dollar mehr verlangt.

New York - Richard Fuld ist um knapp 26 Millionen Dollar reicher. Der Ex-Chef der insolventen Investmentbank Lehman Brothers verkaufte sein Luxusapartment in der Park Avenue in New York für 25,9 Millionen Dollar. Miteigentümerin der Immobillie war Fulds Frau Kathleen, wie unterschiedliche Immobilienmagazine in New York Ende vergangener Woche einhellig berichteten.

Feilgeboten wurde das 576 Quadratmeter große Domizil seit Mai 2009 für 32 Millionen Dollar, der tatsächlich erzielte Preis blieb also weit hinter den Erwartungen zurück. 2007 hatten die Fulds noch 21 Millionen Dollar für die Wohnung bezahlt.

Ob der Ex-Lehman-Chef tatsächlich einen Gewinn realisieren konnte, ist allerdings offen. Denn zwischenzeitlich hatte der ehemalige Lenker der bankrotten viertgrößten US-Investmentbank seine Bleibe aufwendig umgestalten lassen. US-Medien zufolge ließ er etwa sämtliche Fenster ersetzen, die Küche vergrößern und das Badezimmer umbauen.

Das Apartment im Zentrum Manhattans hat 16 Zimmer, zum Teil mit Blick auf den Central Park. Fünf Kamine gehören ebenso zur Ausstattung der Wohnung wie vier Schlafzimmer. Sieben Räume im 11. Geschoss des Hauses waren für das Personal veranschlagt, einer davon für den Butler. Neuer Besitzer der luxuriösen Bleibe ist Glenn Fuhrman, Mitbegründer und Manager von MSD Capital, einer Investmentgesellschaft des Computerhändlers Michael Dell.

Nach der Lehman-Pleite im vergangenen Jahr hatte es geheißen, das Vermögen der Fulds würde sich auf lediglich 20 Millionen Dollar belaufen. Unterdessen hat die Kunstsammlerin Fuld einige Bilder für mehrere Millionen Dollar verkauft, außerdem befindet sich noch eine Villa im Wert von über 13 Millionen Dollar im Besitz der Familie.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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