Madoff-Affäre Vertrauter will sich schuldig bekennen

Der Milliardenbetrüger Bernard Madoff sitzt bereits seit März in Haft - nun will sich sein langjährige Vertraute Frank DiPascali offenbar schuldig bekennen. Er gilt als rechte Hand Madoffs.

New York - Der langjährige Vertraute des Milliardenbetrügers Bernard Madoff, Frank DiPascali, will sich vor einem Gericht in den USA schuldig bekennen. Das geht aus einem Schreiben der Staatsanwaltschaft an den Bezirksrichter Richard Sullivan vom Freitag hervor. Es sei davon auszugehen, dass DiPascali wegen seiner Rolle in dem Milliardenbetrug angeklagt werde und sich am 11. August schuldig bekennen werde, heißt es in dem Schreiben.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Ermittler in den USA eine Klage gegen DiPascali vorbereiten. Er hat 33 Jahre lang für Madoffs Investmentfirma gearbeitet und galt als rechte Hand des Finanzjongleurs.

Das Magazin "Fortune" hatte berichtet, DiPascali wolle einen Vergleich aushandeln und für ein milderes Urteil mehr Informationen über den größten Betrugsfall in der Geschichte der Wall Street preisgeben. Madoff hatte sich schuldig bekannt, über Jahre hinweg ein gigantisches Schneeballsystem betrieben zu haben. Er soll Anleger um bis zu 65 Milliarden Dollar geprellt haben. Ein New Yorker Gericht hatte Madoff Ende Juni unter anderem wegen Betrugs und Geldwäsche zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 71-Jährige trat Mitte März seine Haft an.

manager-magazin.de mit Material von reuters