Werften Ex-"Bild"-Chef wird Aufsichtsrat bei Wadan

Hans-Hermann Tiedje und Klaus-Peter Schmidt-Deguelle bestimmen künftig das Schicksal der insolventen Wadan-Werften in Wismar und Rostock mit. Die beiden Berater des russischen Wadan-Eigentümers Andrej Burlakow ziehen in den Aufsichtsrat von Wadan ein.

Rostock/Wismar/Oslo - Der Berliner Politikberater und Vertraute von Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD), Klaus-Peter Schmidt-Deguelle, bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL.

Er sei zusammen mit dem früheren Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, Hans-Hermann Tiedje, in das oberste Kontrollgremium der Wadan-Muttergesellschaft in Oslo eingezogen. "Diesen Schritt haben wir schon am 9. Juli gemacht", sagte Schmidt-Deguelle gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Anlass für den Umbau des Wadan-Aufsichtsrats sei die Notwendigkeit zusätzlicher Kontrolleure, nachdem Burlakow vor zwei Wochen die übrigen 30 Prozent der Anteile von der koreanischen STX-Gruppe übernommen hatte. Auf der Internetseite von Wadan werden Schmidt-Deguelle und Tiedjen bereits als Mitglieder des "Board of Directors" genannt. Beide Kommunikationsexperten leiten seit Längerem die PR- Agentur WMP.

Burlakow war vor der Insolvenz der Wadan-Werften Anfang Juni in die Schusslinie geraten, weil von ihm angekündigte Neuaufträge für das existenzbedrohte Unternehmen bislang ausgeblieben waren. Auch die Finanzierung der Wadan-Übernahme im September 2008 durch die von ihm geführte Investorengesellschaft FLC West blieb ungeklärt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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